Chasm

Wie ich bereits im April in meiner Vorschau zu Chasm berichtet hatte, konnte ich den Release des 2D Platformer kaum erwarten. Und ich sage es Euch schon jetzt direkt heraus – das Warten hat sich gelohnt. Der extrem aufwendige und zufallsgenerierte Pixel-Art Platformer hat es faustdick hinter den Pixeln.

Das Abenteuer beginnt

Sobald wir in Steam, Playstation 4 oder PS Vita auf Start drücken, landen wir in einer wunderschönen und liebevoll gestalteten Festung, in der wir als Gildenneuling auf unsere erste und gefährliche Reise geschickt werden. Nach einem kurzen Rundlauf durch das alte Gemäuer und den Empfang unseres Schwertes öffnet sich auch schon das große Tor der Burg und das Abenteuer geht los.

Pixelart zum Verlieben

Wir landen nach einer kurzen Reisesequenz in einem verlassenen Dorf, bestehend aus einer herrenlosen Kutsche, einer stillgelegten Schmiede, einem leeren Gasthaus, einer Miene und einem Verwaltungsgebäude, dass von einem alten Mann, dem letzten Bewohner des Dorfes, belebt wird. Nach dem Betätigen der Tischglocke, ähnlich einer Hotelrezeption, erwacht der Alte und erzählt uns, dass alle Dorfbewohner verschwunden sind. Sein Rat „Sieh dich doch mal in der stillgelegten Mine um“, nehmen wir uns sofort zu Herzen, denn vielleicht gibt es dort ja eine Antwort auf das plötzliche Verschwinden. Gesagt – getan und schon befinden wir uns mitten im Dungeon Crawler-Element des Spiels.

Faszination „Seed“, tolle Level und knifflige Rätsel

Das Spiel Chasm basiert, wie auch Minecraft, auf einem Seed-System (zufällige Zusammenstellung der Spielwelt), was jeden Spieldurchlauf neu gestaltet. Es gibt zwar fest aufgebaute und gestaltete Räume, in denen bestimmte Ereignisse stattfinden, die für die Handlung entscheidend sind, aber die Wege und Richtungen, um zu diesen Punkten zu gelangen, werden je nach Seed (engl. für Startwert) neu aufgebaut. Was mich besonders überrascht hat sind die Rätsel, die ebenfalls von den Seeds abhängig sind. Nachfolgend ein kleines Beispiel, in dem die Anzahl der Sterne im Hintergrundbild oder die Abfolge der Noten auf dem Notenblatt je nach Seed variieren.

Hier gibt es Spiel im Spiel

Auf unseren Reisen durch die ewigen Tiefen der Mine treffen wir natürlich auf den ein oder anderen verschwundenen Dorfbewohner, der uns mit neuen Items oder gar neuen Spielmöglichkeiten überrascht. Zum Beispiel der Dorfbewohner Gwynn, der uns einlädt mit seinem einarmigen Banditen im Gasthaus zu spielen, um unsere in der Mine gefundenen Tokens sinnvoll zu investieren, oder der uns später, nach Bestehen seiner Quest, zum Karten-Memory herausfordert.

Je mehr Zeit wir in der Mine verbringen, und uns immer weiter in der Handlung voran kämpfen, desto stärker werden wir. Unser Hauptprotagonist erhält neue Fortbewegungsmöglichkeiten und die gut auf das Kampfsystem abgestimmten Gegner hinterlassen uns neue Waffen oder Materialien, wie Edelsteine und Metalle, die wir zum craften oder handeln an der Oberfläche verwenden können.

Was macht Chasm so gut?

Das Leveldesign ist wunderschön ausgearbeitet und für einen 2D Platformer sehr abwechslungsreich. Stellenweise erinnert Chasm von der Spielmechanik an Klassiker wie Metroid oder Castlevania (z. B. wichtiges Item am Ende einer Ebene oder das Erhalten von Items durch herunterschlagen einer Lichtquelle). Auch die detailreichen Animationen der verschiedenen Gegner oder die mehrschichtigen Hintergründe kommen beim Spielen super zur Geltung. Und mal Butter bei die Fische, wer kann bei so viel Spiel und einem Release-Preis von unter 20 Euro schon „Nein“ sagen? Da kann man dem Spieleentwickler Bit Kid nur gratulieren!

Einziges Manko für den ein oder anderen Spieler mag die englische Sprache sein, in der das Spiel bisher erschienen ist, aber vielleicht gibt es ja bald einen Patch für weitere Sprachversionen?

Plattform: Windows PC (Steam)Playstation 4, PS Vita | Spielzeit: ca. 14 Std. | Platformer, Rollenspiel, Dungeon Crawler

rushBfast, René Weinberg; Illustration: oasentier Bit Kid hat mit Chasm unglaublich viel Spiel für wenig Geld auf den Markt gebracht. Chasm gehört für mich zu den schönsten Pixel-Art Spielen der letzten Jahre. Retrofeeling pur!

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  1. Vielen Dank an meinen Kumpel Patrick, der mir mit zwei Screenshots zu den Bilder-Rätseln geholfen hat.

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