Marvel’s Spider-Man

Peter Parker aka Spider-Man, wer kennt ihn nicht? Der Held mit dem „Spinnensinn“ aus dem Marvel Universum schwingt sich zum ersten Mal auf die Playstation 4 und das mit Erfolg – soviel sei schon mal verraten!

Wir beginnen das Spiel nicht wie üblich mit der Vorgeschichte wie alles begann (Spinnenbiss und Co.), sondern starten direkt in Peter Parkers New Yorker Bruchbude, wo wir einen kurzen und aktuellen Einblick in sein chaotisches Leben zwischen Verbrechensbekämpfung und sozialen Problemen bekommen – und mit einem stilvollen Hechtsprung aus dem offenen Apartmentfenster geht das Abenteuer auch schon los.

Schnell lernen wir, wie wir Spider-Man mit gekonnten Netzschwüngen und Parkour-Einlagen durch die beeindruckende Wolkenkratzerstadt fliegen lassen. Insomniac Games hat die spektakulären Animationen, wie sich Spider-Man spielerisch durch die Luft bewegt, genial umgesetzt und in Kombination mit seinen frechen und provozierenden Sprüchen, spiegelt das den Superhelden aus den Marvel Comics zu hundert Prozent wieder. Wow! Noch nie hat sich allein die Fortbewegung in einem Open-World-Spiel für mich so gut angefühlt, wie in Marvel’s Spider-Man. Das gekonnte schwingen durch die Häuserschluchten, mit der fantastischen Untermalung des Soundtracks, bringt so viel Spaß, dass man gerne auf die verfügbare Schnellreise verzichtet.

Auf die Netze, fertig, los!

Unseren ersten großen Auftrag bekommen wir über NYPD-Captain Yuri Watanabe, die uns direkt zum Times Square beordert, um dort das schwergewichtige Verbrecheroberhaupt Wilson Grant Fisk aka Kingpin zu stellen. Leichter gesagt als getan, denn der Anführer einer mafiaartigen Verbrecherorganisation verschanzt sich ganz oben in dem nach ihm benannten Fisk-Tower. Nach einer kurzen Videosequenz starten wir das Gefecht mitten in der von Fisk-Schurken belagerten Eingangshalle. Wir stürzen uns direkt auf die ersten Bösewichte und teilen ordentlich Prügel aus, kleben mit unseren Netzgeschossen die Gegner an die Wände und weichen mit Hilfe unseres Spinnensinns etlichen Geschossen und Hieben aus.

Durch das Aneinanderreihen von Schlägen und Aktionen, wie das Schleudern von Gegenständen auf Gegner, bauen wir wertvolle Combos auf, die zugleich unseren Fokusbalken füllen. Mit gefülltem Fokusbalken verursachen wir noch mehr Schaden und können sogar unsere Lebensenergie zurückgewinnen. Im späteren Spielverlauf ist es möglich eine Superheldenfähigkeit, wie z.B. Kampfdrohnen oder das Abprallen von Projektilen, zu aktivieren.

Nach dem einsteigerfreundlichen Bosskampf gegen den Kingpin und einigen lustigen Sprüchen später, wird der Schwerverbrecher Fisk auf die Gefängnisinsel „Rikers Island“ verfrachtet, wo er sich wahrscheinlich mit den anderen Spider-Man Widersachern um die Essensausgabe prügeln darf. Doch wie das oftmals so ist – wird eine Mafiastruktur zerstört, kommen viele kleine Ganoven aus der Versenkung und sorgen für ordentlich Aufträge in der Großstadt.

Soziale Netzwerke und wahre Freundschaften

Nach all der kampfbasierten Action, welche übrigens als Einleitung für viele Tutorial-Hinweise dient, kommen wir direkt zu meinem persönlichen Highlight des Spiels – die Geschichte von Peter Parker aka Spider-Man und Dr. Otto Octavius aka Doctor Octopus. Wir treffen den guten Otto als Peters Arbeitgeber in seinem Labor und unterstützen ihn tatkräftig mit der Optimierung von Schaltkreisen und Erforschung von neuen Materialien, welche hilfreich bei der Entwicklung für technisierte Prothesen sind. Diese Hightech-Prothesen sollen zukünftig Menschen helfen, fehlende Gliedmaßen zu ersetzen.

Insomniac Games formt die zwei Charaktere extrem gut aus und gibt ihnen genug Persönlichkeit, um eine filmreife Spannungskurve mit passenden Emotionen zu erzeugen. Für mich aktuell die beste Umsetzung der Doctor Octopus Geschichte. Ganz großes Kino! Kompliment an Insomniac Games.

Neben den üblichen Verdächtigen, wie die immer gut gelaunte Tante May, die Peter Parker stets den Rücken stärkt und die immer wieder „Freundin“ Mary Jane, die für viele emotionale Achterbahnen in Peters Leben sorgt, tauchen auch noch weitere bekannte Gesichter im Verlauf der Geschichte auf – lasst Euch überraschen.

Ein Netz aus Aktivitäten

Auch in Marvel’s Spider-Man gibt es neben der Hauptgeschichte reichlich zu tun. Das digitale Marvel New York ist gespickt mit dutzenden versteckten Items, Anspielungen an bekannte Filme und berühmten Gebäuden, die man aus dem Marvel-Universum kennt. Für alle optionalen Herausforderungen und Fundstücke erhalten wir Marken, die später für die Freischaltung neuer Anzüge oder der Weiterentwicklung der Ausrüstung benötigt werden.

Rucksackmarken: Wir durchkämmen New York nach den vergessenen Rucksäcken von Peter Parker und werden für jeden Ranzen mit einer Rucksackmarke und vergangenen Spidey-Erinnerungen honoriert.

Wahrzeichenmarken: Durch das Fotografieren zahlreicher New Yorker Sehenswürdigkeiten werden wir mit passenden Marken belohnt.

Basismarken: An verschiedenen Punkten in New York befinden sich feindliche Basen von Gangstern und Organisationen. Wenn es uns gelingt, diese einzunehmen, erhalten wir Basismarken.

Forschungsmarken: Auf einigen Dächern befinden sich Forschungsstationen, die mit umweltfreundlichen Forschungsaufträgen auf uns warten.

Verbrechermarken: Für das Verfolgen von Verbrechen zwischen den Häuserschluchten in New York erhalten wir sogenannte Verbrechermarken.

Herausforderungsmarken: Die einzelnen, zeitlich begrenzten Herausforderungen stellen unser Geschick in Sachen Fortbewegung, Combo-Kampf, lautloses Ausschalten und Bomben entschärfen auf die Probe.

Vernetzt und zugenäht – ist das gut!

Marvel’s Spider-Man auf der Playstation 4 präsentiert sich in Sachen Animation, Soundtrack und Ausstattung (genialer Foto-Modus) von seiner besten Seite. Das digitale New York wirkt lebendig und abwechslungsreich und lädt immer wieder dazu ein, neue Blickwinkel und Lieblingsplätze zu finden. Sei es auf dem höchsten Gebäude der Stadt in die Ferne zu schauen oder sich im Sonnenuntergang durch die spiegelnden Häuserfassaden zu schwingen.

Die zahlreichen und wechselbaren Superheldenanzüge und Fähigkeiten, die gute Steuerung und die vielen bekannten Charaktere, ob nun gut oder böse, bereiten immens viel Vergnügen und lassen erahnen, das die Entwickler selber große Spider-Man Fans sind. Insomniac Games zeigt mit Marvel’s Spider-Man ein perfektes Beispiel, wie gut man mit der Lizenz einer Marke umgehen kann.

Plattform: Playstation 4 | Spielzeit: ca. 34 Std. | Action-Adventure

rushBfast, Rene Weinberg als Spider-Man, Illustration: oasentierMarvel’s Spider-Man war schon auf über 10 verschiedenen Plattformen zu Hause, aber noch nie hat sich Peter Parker so stimmig gespielt wie auf der Playstation 4. Für mich, als alter Spidey-Fan, mit Abstand die beste Spider-Man/Doctor Octopus Geschichte aller Zeiten. Wooohooo, Spider-Cop, Ende!

Werbeanzeigen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: