Red Dead Redemption 2

Warum einen Test schreiben, wenn es eh jeder kauft? Ganz einfach, Red Dead Redemption 2 hat mich so begeistert, da möchte ich Euch auch meinen Senf dazugeben. Außerdem bietet Rockstar Games neues Wild West Abenteuer so viele Besonderheiten, das muss man einfach niederschreiben.

Eiskalt erwischt

Es ist das Jahr 1899, wir spielen den Revolverhelden Arthur Morgan. Arthur Morgan ist ein Gesetzloser und Teil der sogenannten Van der Linde Gang, die nach einem missglücktem Raubüberfall in der Stadt Blackwater gezwungen ist, in das schneebedeckte Gebirge zu flüchten, denn Kopfgeldjäger und das Gesetz, in Form der Pinkerton Detektei, ist ihnen bereits auf den Fersen.

So entsteht, wie auch schon im Western „The Hateful Eight“ von Quentin Taratino aus dem Jahr 2016, eine eher ungewöhnliche Atmosphäre, denn statt dem üblichen Wüstenszenario beginnen wir mit einem Jagdausflug im Tiefschnee, um die Bande mit Nahrung zu versorgen. Die Van der Linde Gang besteht nicht, wie man vielleicht vermutet, nur aus übel aussehenden Schwerverbrechern. Die Bande ist ein bunt zusammengewürfelter Haufen aus Männern und Frauen, von alt bis blutjung und jeder trägt mit seinen Fähigkeiten zum Wohl der Bande bei. So weit, so gut, mehr möchte ich Euch zur Geschichte und den wilden Charakteren nicht verraten, das muss man einfach selber erleben.

Es werde Licht im Wilden Westen

Die Zeit um 1899 ist sehr speziell, denn die Industrialisierung ist nun auch im Wilden Westen angekommen und das Land befindet sich im Umbruch. Das wird einem schnell klar, sobald man die kleineren Siedlungen mit ihren matschigen Hauptstraßen verlässt. Ein paar Städte sind da schon viel fortschrittlicher und so kommt es zum Beispiel vor, das wir als Revolverheld mit einer Straßenbahn quer durch Saint Denis fahren. Rockstar Games schafft es, einem die Rolle des Cowboys und Revolverhelden in den ersten Stunden so zu verinnerlichen, dass wir uns in den größeren Städten wie das fünfte Rad am Wagen fühlen.

Auch aktuelle Probleme, wie Rassismus und das vertreiben der Indianer aus ihrem Land, wird in Red Dead Redemption 2 mehrmals thematisiert. Hier stoßen wir selten auf Verständnis, was zu dieser Zeit sicher sehr typisch war.

„…my horse is amazing“

Wie auch schon in den GTA-Teilen spielt das Fortbewegungsmittel eine ganz wichtige Rolle, und da es zu dieser Zeit auf diesem Fleck der Erde noch keine Fahrzeuge gab, ist das Pferd das A und O der Fortbewegung. In Red Dead Redemption 2 gibt es ca. 20 verschiedene Pferdearten und alle haben ihre eigenen Werte. Zur Auswahl stehen zum Beispiel: Arbeitspferde, Streitrösser, Rennpferde uvm.

Haben wir uns für ein Pferd entschieden, können wir durch regelmäßige Ausritte, Fütterungen oder durch einfaches Streicheln das Vertrauen zu unserem Pferd ausbauen. Sobald die Verbundenheit zu unserem Pferd steigt, können wir die wildesten Schießereien und Verfolgungsjagden auf dem Rücken unseres Rosses ausführen, ohne abgeworfen zu werden. Im späteren Spielverlauf schaffen wir es sogar das Pferd verschiedene Befehle ausführen zu lassen und auch die Reichweite, aus der wir das Pferd heranpfeifen können, wird extrem erhöht.

Wichtig ist auch die regelmäßige Pflege des Pferdes, denn erscheint das Icon mit der Bürste, können wir nicht mehr die volle Leistung unseres vierbeinigen Begleiters nutzen. Erst nach einem Bad in tieferem Wasser oder ein paar Striegel-Einheiten mit der Pferdebürste ist unser Pferd wieder wie neu.

Wie gewohnt aus vorherigen Spielen von Rockstar Games, kann auch das Aussehen und die Ausstattung des vierbeinigen Freundes verändert werden, hier ist vom Sattel bis hin zur Mähne alles möglich. Das ein oder andere Equipment bringt unserem Pferd sogar noch extra Ausdauer oder mehr Zähigkeit.

Tipp: Passt immer gut auf Euer Pferd auf – lieber immer etwas weiter vom eigentlichen Geschehen absteigen, denn stirbt Euer treuer Vierbeiner, müsst Ihr Euch ein komplett neues Pferd besorgen.

Geschnitten/Ungeschnitten?

Ein weiteres sehr schönes Detail in Red Dead Redemption 2 ist der Haarwuchs unseres Hauptcharakters Arthur Morgan. Denn wenn man sich nicht rasiert oder in den Barber Shop geht schaut man nach ein paar Wochen aus wie zugewachsen. Um Euch zu zeigen, wie sich das Aussehen durch den Haarwuchs verändert, habe ich Euch diese beiden Montagen vorbereitet.

Apropos Pflege: Die Waffen von Arthur Morgen müssen/können ebenfalls gereinigt werden, um wieder die gewohnte Genauigkeit und Durchschlagskraft zu erlangen. Hierzu kann man erbeutetes oder gekauftes Waffenöl benutzen oder selbiges in einem Waffenladen durch einen Fachmann erledigen lassen. Der Gunsmith/Waffenladen bietet auch die Möglichkeit die eigenen Schusswaffen zu erweitern: Der Lauf kann verlängert, das Visier verändert, die Lackierung der Materialien umgefärbt werden und sogar verschiedene Gravuren stehen hier zur Auswahl.

Die schönste Kulisse der Spielegeschichte!

Wow! Was ist das für ein beeindruckendes Land! Hier gibt es dichte Wälder, karge Wüsten, riesige schneebedeckte Berge, glasklare Seen, düstere Sümpfe – so viele Ausblicke, die uns an Ort und Stelle fesseln. Auch die Sichtweite in dieser Qualität – so was hat die Welt noch nicht gesehen.

Wälder: Jagdrevier und Bandenversteck

Berge: Immer einen Ausritt wert

Sumpf: Voodoo und Alligatoren

Wüste: Mexiko, wir kommen

Saint Denis: Das Moderne Amerika der 1899er

Die Grafik der Spielwelt, der flüssige Tag- und Nachtwechsel, die Bewohner mit ihrem Eigenleben und die Vielzahl der wilden Tiere haben mich besonders beeindruckt. Allein hunderte verschiedener Tiere können gejagt oder bewundert werden. Es gibt soooo viele Aktivitäten, das ich noch viele Stunden Spielspaß an mein aktuelles Spielerlebnis dranhängen könnte, doch dann würde ich diese Zeilen sicher erst in ein paar Wochen schreiben.

Zwischensequenz oder doch spielbarer Moment?

Dank jederzeit aktivierbarer Kinokamera können wir vom aktiven Spieler zum passiven Betrachter werden. Hier ein kurzes Beispiel, wie die Kinokamera funktioniert: Legen wir auf der gigantischen Weltkarte einen Zielpunkt fest, können wir bei aktivierter Kinokamera automatisch via Autopilot zum Ziel reiten und dabei die Landschaft in vollen Zügen genießen.

Ein weiterer Vorteil, den ich sehr angenehm finde: Da die Sprachausgabe, wie immer bei Rockstar Games, auf Englisch ist und man viele Untertitel lesen muss (außer man ist dem texanischen Slang mächtig), wird es in Missionen, in denen man neben den Gangmitgliedern reitet, bei aktivierter Kinokamera deutlich einfacher den Gesprächen zu folgen und auf dem richtigen Weg zu bleiben (gerade bei steilen Hängen oder schmalen Wegen).

Sammeln bis der Arzt kommt!

Neben den Upgrades unseres Lagers und dem Aufbessern unserer Beziehungen zu den Bandenmitgliedern, gibt es in Red Dead Redemption 2 noch so viel zu sammeln (Kräuter, einzigartige Tierfelle, Zigarettenbildchen, legendäre Fische, feindliche Banden und versteckte Schätze), das es mir nicht gelungen ist, in meinen mehr als 80 Stunden Spielzeit, nur eine sammelbare Komponente zu vervollständigen.

Red Dead Redemption 2 Online (Mehrspieler-Modus)

Der Online-Modus stand leider zum Release von Red Dead Redemption 2 noch nicht zur Verfügung, aber man kann damit rechnen, das sich dieser ähnlich wie der von GTA V spielen wird. Hier darf man locker nochmal die selbe Spielzeit, wenn nicht sogar mehr, drauf rechnen. Red Dead Redemption 2 bietet eine fantastische Preis-Leistung, ich bin gespannt ob/wann es für den Windows PC erscheinen wird.

Plattform: Playstation 4, Xbox One | Spielzeit: ca. 80+ Std. | Action-Adventure

rushBfast_rene_weinberg_RDR2_oasentierHut ab! Noch nie hatte ich so viel Spaß in einem Open World Titel wie in Red Dead Redemption 2. Eine epische Geschichte mit der wohl schönsten Kulisse der Spielegeschichte! Ich freue mich schon auf den angekündigten Online-Modus, um mit meinen Freunden die Prärie unsicher zu machen!

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