Devil May Cry 5

Es darf wieder ordentlich geschnetzelt werden, denn Dante und Co. melden sich für ein neues dämonisches Abenteuer zurück. Können die japanischen Dämonenjäger auch noch im fünften Teil der Serie überzeugen? Das erfahrt Ihr in unserem superfrischen Test zu Devil May Cry 5.

In Red Grave City ist die Hölle los

Moment – beginnt die Story von Devil May Cry 5 etwa mit dem Ende, oder was ist hier los? Nein, die Handlung des neuen Devil May Cry baut sich zusammen wie im Film Pulp Fiction. Regelmäßig springen wir in der Geschichte vor und zurück und erlangen so immer wieder neue Erkenntnisse wie und was hier eigentlich so Verrücktes vor sich geht. Oder sollte ich lieber sagen, wo sich die Wurzel des Bösen versteckt?

Apropos Wurzel des Bösen! Alles beginnt in der an London angelehnten Stadt Red Grave City, in der sich einfach mal so ein gigantischer Dämonenbaum seinen Weg Richtung Wolkendecke bahnt. Wie es sich für ein Gewächs aus der Hölle gehört, hat dieser auch einen unaussprechlichen Namen – Qliphoth! So grausam der Name, ist auch seine Eigenschaft! Mit seinen kilometerlangen Ranken, die der Baum des Grauens kreuz und quer durch die Stadt wuchern lässt, saugt er das Blut der Einwohner aus, bis von ihnen nur noch ein Häufchen Elend übrig ist. Neben den blutsaugenden Ranken erscheinen auch noch überall insektenartige Dämonen, die nur eines im Sinn haben: Tod und Verderben!

Zufälligerweise hat der berühmt, berüchtigte Dämonenjäger Dante genau in dieser Stadt sein Büro mit dem legendären Schriftzug Devil May Cry und auch der Dämonenjäger Nero, bekannt aus Devil May Cry 4, lässt sich diese Chance der dämonischen Unkrautvernichtung nicht entgehen. Er reist mit seiner mobil-kultigen Van-Zentrale an, die irgendwie an eine Mischung aus Wohnmobil und A-Team Van (GMC Vandura) erinnert. Und zu guter Letzt gibt es noch ein komplett neues Gesicht, der mysteriöse V, der als Klient von Dante mit in die Schlacht zieht.

Die zwei fantastischen Drei

Devil May Cry 5 bietet deutlich mehr Abwechslung als seine Vorgänger, denn mit drei spielbaren Charakteren (Dante, Nero und V), einer deutlich größeren Waffenauswahl und noch viel mehr einzigartiger Fähigkeiten, setzt sich der neuste Teil für mich an die Spitze. Was mir besonders gut gefallen hat, ab und an darf man selbst entscheiden, welchen der drei Charaktere man spielen möchte:

Nero – Der junge Dämonenjäger: Grünschnabel Nero, den wir noch aus dem letzten Devil May Cry kennen, besitzt jetzt ein mobiles Dämonjäger-Büro und hat tatkräftige Unterstützung von Waffenkünstlerin Nico bekommen. Die kettenrauchende „Dame für Alles“ baut für Nero allerhand kreative Dämonenvernichter in Form von Nah- und Fernkampfwaffen. Seine Standardausrüstung besteht aus dem turbogeladenen Schwert Red Queen und dem doppelläufigem Revolver Blue Rose, welche im Kampf für richtig viel Kombo-Action sorgen. Das Highlight in Neros Equipment ist aber der brandneue Devil Breaker, eine Armprothese, die es ihm ermöglicht gewaltige Angriffe zu starten, die unseren kompletten Bildschirm einnehmen.

Dante – Der bekannte Draufgänger: Über Dante muss man, denke ich, nicht mehr allzu viel berichten. Er ist der jahrelange Held der Serie, zur Hälfte Mensch und zur Hälfte Dämon, und bietet mit seinen provozierenden Sprüchen und seinem trockenen Humor immer wieder geniale Spielmomente. So auch im neusten Teil, denn keine Gefahr ist ihm groß genug. Bis an die Zähne bewaffnet macht sich Dante als Erster auf den Weg der Teufelsbrut den Kopf zu stutzen. Lasst Euch überraschen, welches geniale Waffenarsenal er neben seinen Kultknarren Ebony & Ivory diesmal im Gepäck hat.

V – Der Geheimnisvolle: V ist für mich die absolute Überraschung! Der mit Tätowierungen übersäte, ganz in schwarz gekleidete Dämonenjäger V erinnert optisch an einen Mix aus Kylo Ren (Star Wars) und Noctis (Final Fantasy XV) in Sandalen. Der Style ist, sagen wir mal, „Geschmackssache“, aber der neue Charakter kann mehr als nur geheimnisvoll aussehen. Vs große Stärke sind seine dämonischen Tiergefährten:

  • Griffon oder, wie ihn Nico so schön nennt, Hühnchen ist der Held des Fernkampfs. Der dunkelblaue Greifvogel mit frechem Mundwerk wirbelt mit Blitzen nur so um sich und hilft dem geschwächten V beim Ausweichen.
  • Der Tierbegleiter Shadow, ein schwarzer Panther, ist spezialisiert auf den Nahkampf und kann seine Form ändern. Lassen wir Shadow auf Gegner los, werden zum Beispiel seine Klauen zu riesigen Pranken oder er verändert seinen Körper zu einer stacheligen Kugel. Befinden wir uns mit V in größeren Arealen kann er dank Shadow schneller durch die Welt surfen.
  • Entfesselt V seine komplette Kraft, kann er den Koloss Nightmare beschwören. Nightmare macht seinem Namen alle Ehre, denn erst einmal herbeigerufen, rauscht der Gigant wie ein Meteor auf das Schlachtfeld und zerschmettert alles und jeden. Jeder Gegner, der danach noch auf den Beinen steht, bekommt seine überdimensionalen Fäuste und Laserstrahlen zu spüren.

Knöpfedrücker oder Weichei?

Devil May Cry 5 von Capcom präsentiert sich in der bereits bekannten RE Engine und ballert uns die gewaltigen Moves von Dante und Co. mit flüssigen 60 FPS auf unsere Bildschirme. Dank der vielen zerstörbaren Objekte schauen die Kämpfe jetzt noch spektakulärer aus. Auch der brachiale Soundtrack und die pulsierende Komboanzeige sind wieder nicht ganz unschuldig, wenn die Tasten unseres Controllers bei Devil May Cry 5 so richtig leiden müssen.

Kombos waren schon immer das „A“ und „S“ von Devil May Cry, je verrückter desto besser. Hohe Kombo-Ränge verlangen unterschiedliche Waffen und Schlagkombinationen, die geschickt miteinander verknüpft werden müssen. Schafft man es erstmal in die S-Ränge, wird allein diese Spielmechanik zum Suchtfaktor. Leider leichter gesagt als getan! Für alle Neueinsteiger und nicht so flotten Knöpfedrücker hat Devil May Cry 5 den Auto-Modus, der Euch die Arbeit abnimmt die richtigen Kombinationen zu drücken. Der Auto-Modus wechselt für Euch automatisch die Nahkampf- oder Fernkampfwaffen durch und erzeugt so die nötige Abwechslung für die hohen Ränge. So hat jeder Spieler die Chance möglichst viele Fähigkeiten mit den dadurch erlangten Punkten freizuschalten.

Teuflisch gute Qualität

Die detailreichen Gebiete sind, wie auch schon in den Vorgängern, linear gestaltet und trotzdem ist es gewohnt schwer, alle Geheimnisse zu finden. Schuld daran sind die ausgeklügelt gestalteten Areale, die teilweise nur mit gut gezielten Sprüngen oder freigeschalteten Fähigkeiten erreichbar sind.

Das Vorankommen zum Zielort wird, wie ebenfalls aus den älteren Teilen bekannt, immer wieder durch plötzlich erscheinende Barrikaden unterbrochen. Ist dies der Fall, müssen wir erst alle Dämonen in diesem Bereich bekämpfen, sonst lässt uns das Spiel nicht weiter ziehen. Sind wir dann bei einem Boss angekommen, fährt Devil May Cry 5 sein volles Potenzial auf. Im Intro eines Bosskampfs erwarten uns meist geniale Slow-Motion Kamerafahrten, freche Sprüche und ein Effektgewitter, dass uns aus den Latschen haut. Die Speicherpunkte sind sehr fair platziert und ersparen uns ein unnötiges „Spiels noch einmal!“. Meist befindet sich vor einem Bosskampf eine schicke Telefonzelle, mit der wir Waffenkünstlerin Nico samt Van an Ort und Stelle bestellen können, um unsere Ausrüstung aufzustocken, neue Fertigkeiten zu erlernen und sogar regelmäßig neue Waffen in die Hände gedrückt bekommen.

Viele meiner Screenshots habe ich mit dem im Spiel vorhandenen Fotomodus geschossen und ich kann Euch sagen, das hat mir fast so viel Spaß gemacht, wie das eigentliche Kämpfen. Einfach beeindruckend, welche Effektqualität sich in den verschiedenen Waffen und Attacken verbergen. Solltet Ihr auf jeden Fall mal ausprobieren. Devil May Cry 5 erscheint leider nur mit deutschen Untertiteln, dafür aber mit einer hochwertigen englischen Sprachausgabe, die sich bei belieben auch auf den japanischen Originalton umstellen läßt.

Dämonischer Nachschlag

Auch nach dem Durchspielen der Geschichte gibt es noch zahlreiche Aktivitäten zu erledigen: neue Schwierigkeitsgrade, andere Kostüme, alle Geheimmissionen finden. Wem das noch nicht reicht, der kann sich auf April freuen, wenn das kostenlose Update den Bloody Palace-Modus wieder ins Spiel zurück bringt. Der Bloody Palace-Modus ist ein Eliminierungs-Modus in dem wir Horden von Dämonen und Bosse bekämpfen, so lange der Atem reicht.


Devil May Cry 5

Release Termin: 8. März 2019, Genre: Action-Adventure, Hack and Slash
Spielzeit: ca. 16+ Stunden (nur Kampagne)
Erhältlich für: PlayStation 4, Windows PC, Xbox One
Entwickler: CapcomPublisher: Capcom
Website: www.devilmaycry5.com

rushBfast - René Weinberg - Devil May Cry 5 - V - oasentierDevil May Cry 5 begeistert mit teuflisch gutem Humor, brachialem Sound und geilen Effekten. Ich hatte mega viel Spaß meinen Controller ans Limit zu bringen und mit V endlich mal einen Zauberer zu spielen. Die Dämonenjäger Dante & Co. sahen noch nie so gut aus!

 

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