The Division 2

Sieben Monate nach dem verheerenden Grippevirus-Anschlag am Black Friday in New York hat sich Amerika immer noch nicht erholt. Das Aufräumkommando der zivilen Division wird erneut gerufen und wir sind ein Teil davon – Ziel Washington D.C.!

Städtereise mit Gefahrenzuschlag

The Division 2 – die kalten Wintermonate aus New York sind schnell vergessen, als uns die strahlende Sonne über Washington, D.C. ins Gesicht ballert. Statt kalten Häuserschluchten und Schneestürmen erwartet uns in der ehemaligen Regierungshauptstadt eine idyllische Parkwiese, die mit ihrem kniehohen Gras und den herumschwirrenden Bienchen schon lange keinen Gärtner mehr gesehen hat. Doch der sonnige Empfang hält nicht lange an, denn unser neues schickes Hauptquartier, das Weiße Haus, wird bereits von Angreifern belagert. Typisch Tom Clancy, es hätte ja auch eine muffige Turnhalle gereicht, aber genau das macht es ja aus!

Haben wir uns erstmal bis zum Weißen Haus durchgekämpft und es als unser neues Hauptquartier bezogen, Meldung bei den letzten überlebenden Offizieren gemacht und uns heimisch eingerichtet, wird uns eine Liste mit Aufgaben zum Wiederaufbau der Stadt übergeben. Unsere primäre Aufgabe als Division Agent ist es, den wenigen friedlichen Überlebenden von Washington, D.C. unter die Arme zu greifen. Diese Zivilistengruppen leben teils auf Dächern oder in verbarrikadierten Hinterhöfen, völlig zurückgezogen, in kleinen Selbstversorger-Siedlungen inmitten der großen Stadt. Mit der Beschaffung von Nahrung und Rohstoffen helfen wir beim Wiederaufbau und spenden Hoffnung für einen Neuanfang. Doch das alleine reicht noch lange nicht, denn die verbliebenen Bürger von Washington, D.C. brauchen vor allem Schutz vor den Fraktionskriegen, die rund um ihre Siedlungen toben.

Unsere ersten Touren durch die Stadt zeigen ein Bild der Zerstörung. Denkmäler, Regierungsgebäude, Museen, alles steht leer und wird langsam von der Natur zurück erobert. Die Straßen sind verlassen und nur der Müll der Menschen ist übrig geblieben und stapelt sich an den Häuserfassaden entlang. Gut, dass man nicht riechen kann, was einem da auf dem Monitor präsentiert wird. Auf der Suche nach Ressourcen erblicken wir hin und wieder wilde Tiere wie Waschbären, Rehe und verwahrloste Hunde, die uns scheu anschauen und die Flucht ergreifen.

Ein perfektes Szenario für ein einzigartiges Fotobuch, wären da nicht diese mordlustigen und total durchgeknallten Fraktionen: Hyenas, Outcasts, True Sons und Black Tusk, die einem das Leben schwer machen. Diese gut organisierten Fraktionen reißen sich alles unter den Nagel was ihnen in die Quere kommt, mit nur einem Ziel: die alleinige Herrschaft über Washington, D.C..

Gemeinsam sind wir stark

Um wieder auf die lustige Aufgabenliste unseres Oberkommandos zurückzukommen: Es gibt verdammt viel zu erledigen – packen wir es an! Richtig gehört, wir packen es an, denn wir sind nicht der einzige Division Agent, der die Aufgabe hat D.C. vor dem Untergang zu retten. Tom Clancy’s The Division 2 ist ein kooperativer ONLINE-Third-Person-Loot-Shooter mit taktischem Schwerpunkt, den man am besten in der Gruppe von 2-4 Spielern spielen sollte. Klar kann man sich auch alleine durch die Missionen und Straßen kämpfen, aber man sollte bedenken, wenn man als einziger den Kopf aus der Deckung steckt, macht man es dem Gegner nicht gerade schwer. Da helfen dann auch nicht unsere Spezialwerkzeuge wie der Geschützturm oder die uns heilende Drohne. Also, Freundesliste auf und eingeladen! Sollten gerade mal keine Freunde zur Verfügung stehen, kann man auch ganz problemlos einer fremden Spielergruppe beitreten, denn das taktische Positionsspiel und der Fokus auf heranstürmende Ziele funktioniert einfach und intuitiv, auch ohne weitere Kommunikation. Auch das neue Clan Feature hilft Euch schnell die richtigen Mitspieler zu finden und bringt nebenbei neue Händler, Ranglisten und Belohnungen mit sich.

Jede Mission beginnt erstmal mit einem Blick auf die umfangreiche Karte von Washington, D.C., die mit Aktivitäten nur so gespickt ist. Abgesehen von den eigentlichen Haupt- und Nebenmissionen erwarten uns auf den Wegen quer durch die Stadt weitere Ereignisse wie das Retten von Geiseln, zerstören von Propagandasendern, gegnerische Fraktionspatrouillen bekämpfen, Kopfgelder kassieren, Zurückeroberungen feindlicher Stützpunkte oder das Sammeln versteckter Artefakte, die uns ein wenig mehr über die Geschichte erzählen. Da kann es schon mal vorkommen, das man bei all den Aktivitäten das eigentliche Ziel aus den Augen verliert – aber genau das macht The Division 2 so gut und verhindert, das uns auf der Suche nach der bestmöglichsten Ausrüstung die Langeweile einholt.

Loot tut gut!

Im Grundspiel von Tom Clancy’s The Division 2 geht es bis zur maximalen Spielerstufe 30, immer auf der Jagd nach Verbrechern und, vor allem, besserem Loot. Aktuell gibt es bereits sechs verschiedene Seltenheitswerte (Grau = Gebraucht, Grün = Standard, Blau = Spezialisiert, Pink = Überlegen, Gelb = Highend, Orange = Exotisch) für Ausrüstungsgegenstände, die uns nach dem Ableben eines Gegners den Ort als farbige Lichtsäule markieren, wo sie fallen gelassen wurden. Eine einfache Faustregel ist dabei: Je schwerer die Herausforderungen, desto mehr Loot können wir herausholen.

Ist die Maximalstufe einmal erreicht, geht für viele Spieler der Spaß erst richtig los. Im Endgame von The Division 2 gibt es noch viel zu erleben. Unsere Ausrüstung bekommt nun ein eigenes Itemlevel, welches wir bis auf 450 steigern können und auch Washington, D.C. wird noch dynamischer, dank der Black Tusk Invasion und den steigenden Welträngen, die Gegner noch schwerer machen. Aber auch das ist noch nicht das Ende der Fahnenstange, denn durch Crafting und der sogenannten Rekalibrierung (verändern der passiven Eigenschaften) von Waffen und Rüstungen, ist es möglich, unsere Ausrüstung noch effektiver zu machen und den Wert von 450 sogar zu durchbrechen. Gelbfarbene Highend-Items besitzen neben den üblichen Werten auch Setboni die uns, je mehr wir von der jeweilen Marke ausrüsten, weitere Eigenschaften freischalten. So bekommen wir zum Beispiel mehr Waffenschaden oder können im Kampf Rüstung durch kritische Treffer generieren.

Alle Hauptmissionen werden zu täglichen Herausforderungen und bekommen, wie aus dem ersten Teil bekannt, einen weiteren Schwierigkeitsgrad hinzu. Siedlungen stellen neue Anforderungen und locken mit weiteren Belohnungen und mit einem der noch folgenden Patches werden auch die extrem anspruchsvollen Raids freigeschaltet, die nur mit guter Teamkoordination und absoluter Highend-Ausrüstung betreten werden sollten.

Und wem das noch nicht genug ist, der kann sich in einer der drei Dark Zones oder dem neuen Konflikt (reines PvP) mit anderen Spielern messen. Hier empfiehlt es sich aber eine neue Ausrüstung, speziell für diese Modi, zu erstellen.

Großes Kompliment

Anfangs musste ich mich noch an die sommerliche Optik gewöhnen, denn ich mochte den Winter aus dem ersten Teil in New York sehr. Nachdem ich aber meine ersten Streifzüge mit meinen Freunden und unbekannten Helfern durch das chaotische Washington D.C. unternommen hatte, hat es mich gepackt. Ich bin tatsächlich wieder im Division-Fieber angekommen und stürze mich von einer Mission in die nächste, versuche alle Verstecke und Geheimnisse zu finden und bringe meine Ausrüstung ans Limit. Ich bin einfach ein Fan dieser Division-Spielmechanik, mit dem superdirekten Aim und dem einfachen Sprinten von Deckung zu Deckung.

Ich glaube Massive Entertainment muss bei der Entwicklung von The Division 2 richtig Spaß gehabt haben, denn so viel Abwechslung im Missionsdesign (Museen und Regierungsgebäude) habe ich nicht erwartet. Da bekommt man tatsächlich ein paar grundlegende Elemente der amerikanischen Geschichte spielerisch beigebracht. Respekt!

Würdiger Nachfolger

Ist Tom Clancy’s The Division 2 besser als der erste Teil? Ja, denn nicht nur der wilde Look des total zerstörten und detailgetreuen Washington, D.C. überzeugt ab der ersten Minute, auch der Umfang mit über 40 Stunden Spielspaß, mit all seinen Haupt- und Nebenmissionen inklusive der zusätzlichen Spielmodi übertrifft den Vorgänger um Längen. Auch die extremen Wetterbedingungen und der dynamische Tag- und Nachtwechsel bringen deutlich mehr Abwechslung in den Loot-Grind der Endgame-Missionen. Und ganz wichtig finde ich: Es gibt deutlich mehr Loot als früher, das motiviert ungemein!

Auch für Nachschub in Washington D.C. ist bereits gesorgt, denn Massive Entertainment und Ubisoft haben bereit einen Jahresplan mit vielen Erweiterungen für The Division 2 erstellt, den Inhalt des 1-Jahres-Pass könnt Ihr im folgenden Screenshot nochmal genauer unter die Lupe nehmen könnt.


Tom Clancy’s The Division 2

Release Termin: 15. März 2019 (erschienen), Genre: Action-Rollenspiel, Loot-Shooter
Spielzeit: ca. 50 Stunden (alle Haupt- und Nebenmissionen, Endgame Grind, DZ LvL 25), und es werden sicherlich dank Erweiterungen noch deutlich mehr werden
Erhältlich für: PlayStation 4, Windows PC, Xbox One
Entwickler: Massive Entertainment
Publisher: Ubisoft

rushBfast - René Weinberg - The Division 2 - oasentierNach über 48 Stunden Spielzeit finde ich immer noch neue Ecken in dem unfassbar detailreichen Washington, D.C von Tom Clancy’s The Division 2. Moment, gleich wieder da! Ich muss nur noch schnell den Gegner an der Ecke ballistisch therapieren!

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