Testbericht: Psikyo Shooting Stars Bravo – Die bessere Ladung Kanonenfutter!?

Jetzt wird es bunt! Die zweite »Psikyo Kollektion« bringt erneut sechs »Shoot ’em up Arcade-Klassiker« aus den Jahren 1993 bis 2005 auf die Nintendo Switch. Diesmal aber mit deutlich mehr Japan-Charme!

Unglaublich, wie viel man heute für eine Platine/Modul eines Shoot ’em up-Klassikers hinblättern muss – Preise im vierstelligen Bereich sind da keine Seltenheit mehr. Klar, es gibt diese Shmups auch als spätere Konsolenportierung, zum Beispiel für die SEGA Dreamcast oder PlayStation 2, doch auch hier gehen die Preise kontinuierlich nach oben, so das die Hundert-Euro-Marke längst durchbrochen wurde. Wie gut, dass es die Psikyo Shooting Stars Kollektionen gibt, denn so kommen Genre-Neueinsteiger und Shmup-Veteranen mit einer sehr fairen Preis-Leistung wieder in den Genuss der legendärer Klassiker.

Mit Psikyo geht es auf Zeitreise

Wer die alten Zeiten der Automaten (Arcade Cabinet) noch kennt, der wird mir sicherlich zustimmen, wenn ich behaupte, dass ein Shmup heutzutage etwas völlig anderes vom Bauchgefühl ist. Es zaubert einem Fan zwar noch immer Freude ins Gesicht, wenn er sich am Ende einer kniffeligen Bullet Hell-Schlacht in die Rangliste eintragen darf, dennoch fühlt es sich etwas schnelllebiger an. Das trübt aber auf keinen Fall den Spaß, denn der kommt jetzt eher dadurch auf, wie unkompliziert das Spielen dieser Klassiker heute ist. Gerade auf der Nintendo Switch macht das extrem viel Spaß, denn schnell einem Mitreisenden einen Controller in die Hand gedrückt und ab geht das Battle um den besten Highscore. Wenn sich das Nintendo Switch Display dann auch noch im Hochformat (TATE-Modus) unterbringen lässt, dann gibt es kein halten mehr – einfach klasse!

Damals hieß es: Taschengeld adieu!

Einen entscheidenden Punkt vergisst man heute gerne mal, denn diese alten Automaten-Klassiker hatten früher neben dem eigentlichen Spaß noch ein viel wichtigeres Ziel: Sie wollten uns dazu bringen, Geld in den Münzeinwurf zu werfen und unterstrichen das mit dezenten Aufforderungen wie »Please Insert Coin« oder »Continue 10, 9, 8, …«. Meist hatte man sich von vornherein ein Ziel gesetzt: »Diesmal schaffe ich es aber bis in das dritte Level« oder »Jetzt muss der U-Boot-Boss dran glauben, denn mit dem habe ich noch eine Rechnung offen.« 🙂 Doch am Ende zählte nur eines – wenn man sich zum Schluss als einer der Top Fighter in die Rangliste (engl. Scoreboard) eintragen durfte, denn da standen tatsächlich nur die Besten aus der Nachbarschaft.

Wie bereits im Test zu Shooting Stars Alpha ist die Lernkurve bei Psikyo Shoot ’em up sehr gut gestaltet und die Titel lassen uns schnell besser werden. Durch das Shmup-Training der letzten Tage habe ich mir vorgenommen, Euch diesmal mehr Szenen aus den deutlich schwereren Level und Einstellungen zu präsentieren. Also..READY…STEADY…GO – Bombscreeeeen!!!

Samurai Aces Episode I

Der erste Teil der Samurai Aces Serie von 1993 spielt im feudalen Japan. Wir werden aufgefordert die Prinzessin des Shogun aus den Fängen eines bösartigen Kults zu retten, bevor sie einem grausamen Dämonengott geopfert wird. »Ein Klassiker!«


Samurai Aces Episode II: TENGAI

In Episode 2 kämpfen wir uns mit sechs durchgeknallten Kämpfern nicht mehr klassisch von unten nach oben über den Bildschirm – jetzt wird von links nach rechts geballert. »Erfrischend anders!«


Samurai Aces Episode III: SENGOKU CANNON

Zwei Jahre sind vergangen, seit die Tochter des Shogun gerettet wurde. In Episode 3, aus dem Jahr 2005, gibt es ein neues Seelen verschlingendes Übel und erneut müssen wir uns in die Schlacht gegen die dunklen Mächte begeben. »Sehr eigener 3D-Grafikstil mit pinkfarbene Projektilen. Geschmackssache.«


GUNBARICH

GUNBARICH ist ein japanischer Spielhallen-Klassiker von 2001, mit einer sehr gelungenen Mischung aus Arkanoid und einem Flipper. Hier wird nicht nur geschossen, einige Level müssen sogar wie kleine Rätsel gelöst werden. »Psikyo punktet hier mit einem komplett neuen Spielkonzept!«


GUNBIRD

In der Story von GUNBIRD sammeln wir Teile eines magischen Spiegels, um uns einen Wunsch zu erfüllen. »Unglaublich, dass GUNBIRD vor 26 Jahren veröffentlicht wurde! Diese Reihe ist so knackig, direkt und super kreativ, man könnte meinen, dieser Shoot ’em up ist erst in den letzten Jahren erschienen.«


GUNBIRD 2

Durchgeknallte Helden, fette Action und anspruchsvolle Schussmuster zieren diesmal den Bildschirm. Die Quest ist ähnlich wie im ersten GUNBIRD, denn aus dem magischen Spiegel wurde im zweiten Teil ein magischer Trank. Nur mit allen Reagenzien können wir uns erneut einen Wunsch erfüllen. »GUNBIRD 2 wurde 1998 als Arcade Version veröffentlicht und stellt für mich das Highlight der Psikyo Shooting Stars Bravo dar.«


rushBfast - René Weinberg - Psikyo Shooting Stars Bravo - oasentier

Die Shoot ’em up Kollektion PSIKYO SHOOTING STARS BRAVO bringt die sechs Crème de la Crème Titel des japanischen Herstellers wieder zum Strahlen!

Psikyo Shooting Stars Bravo

Release Termin:
21. Februar 2020

Genre:
Shoot ’em up, Arcade

Erhältlich für:
Nintendo Switch

Entwickler:
Psikyo

Publisher:
NIS America, Koch Media

Pro:

– TATE-Modus (Hochformat)
– geniale Pixelart
– Steuerung editierbar
– abwechslungsreiche Titelauswahl
– Japan Arcade

Contra:

– keine Speicherfunktion


EMPFEHLUNG: Die letzten Wochen standen bei rushBfast im Zeichen der Shoot ’em ups und deshalb möchte ich Euch gerne noch den vorherigen Test zu Psikyo Shooting Stars Alpha und unsere grandiose Radioshow mit dem Thema Shmup-Spezial ans Herz legen. Viel Spaß!



Du hast eine Frage zum Spiel, dann schreibe mir diese doch gerne in die Kommentare. Ich werde versuchen, sie schnellstmöglich zu beantworten.

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