Alles einsteigen und ab geht die wilde Fahrt mit unserem Testbericht zu Pacific Drive auf der PlayStation 5. In diesem verrückten Survival-Abenteuer dreht sich alles um ein altes Auto in einer Spielwelt, die so mysteriös ist, das man sie kaum beschreiben kann – hört sich total verrückt an, ist es auch! Also Schlüssel ins Zündschloss, die Automatik aus dem Parkmodus lösen und auf gehts.
Was ein abgefahrenes Szenario!

Zu Spielbeginn cruisen wir gemütlich mit unserem Auto auf der Landstraße herum, aus dem Autoradio ertönt ein Song aus den 80er-Jahren und die Sonnenstrahlen bahnen sich ihren Weg durch die Baumkronen des angrenzenden Waldes – alles wirkt so schön friedlich.
Aber die Idylle hat ein schnelles Ende, denn schon kurz darauf macht unser Auto plötzlich schlapp und es tauchen komische Phänomene auf, wie schwebende Felsbrocken oder strahlende Flächen, die uns überhaupt nicht gut bekommen.
»Die Pacific Zone ist ein weitläufiges Sperrgebiet, von dem behauptet wird, irgendetwas sei bei einem streng geheimen Experiment gewaltig schiefgelaufen und seitdem ist das ganze Areal kontaminiert.«
Als wir uns gerade Benzin aus einem Autowrack abzapfen, geschieht es – wir werden durch eine weitere Anomalie in die ominöse Pacific Zone hineingezogen! Die Pacific Zone ist ein weitläufiges Sperrgebiet, von dem behauptet wird, irgendetwas sei bei einem streng geheimen Experiment gewaltig schiefgelaufen und seitdem ist das ganze Areal kontaminiert.
Jetzt liegt es in unseren Händen heil aus dieser von Anomalien beherrschten und absolut menschenfeindlichen Umgebung zu entkommen. Einzig und allein unser fahrbarer Untersatz ist unser sicherer Rückzugsort, vorausgesetzt, wir pflegen ihn gut.
Konstante Wartung und Forschung

Doch keine Panik in der Einöde, denn Hilfe kommt über Funk und durch eine sehr experimentierfreudige Garage, die unser neues Zuhause wird. Hier bringen wir zuerst einmal unsere Schrottlaube wieder in Schuss und machen uns mit den merkwürdigen Erscheinungen der Pacific Zone vertraut. Ziel ist es nun unser Fahrzeug und natürlich auch uns als Spieler*in immer besser gegen die Anomalien zu wappnen. Das bedeutet zum Beispiel eine stärkere Isolierung gegen die Strahlen herzustellen oder für mehr Taschen und Stauraum zu sorgen.

Dies gelingt uns, indem wir Touren mit unserem angestaubten Kombi durch das geheimnisvolle Areal unternehmen und mit unseren selbst hergestellten Werkzeugen alles zerlegen, was wir für den Ausbau unseres Autos, der Garage und der persönlichen Ausrüstung benötigen könnten. Diese Ausflüge sind anfangs sehr zeitintensiv, da wir uns erst mal an die vielen seltsamen Begebenheiten dieser bedrohlichen Umgebung gewöhnen müssen.
Und nicht nur die Eingewöhnung in die neue Welt macht uns zu schaffen, auch das Handling, um unser fahrbares Schlachtross zu starten, bringt uns am Anfang noch regelmäßig ins Schwitzen, vor allem, wenn es aufregend wird. Im späteren Spielverlauf haben wir mit dem Benzingeruch das Autofahrer*in-Gen inhaliert und stellen die Gangschaltung lässig ein wie im Schlaf.

Stauraum ist ein gutes Stichwort, denn um an diesen zu gelangen, müssen wir erst einmal richtig viele Ressourcen einsammeln. Dies gelingt uns durch regelmäßige Erkundungstouren durch die kontaminierte Zone. Dabei haben wir festgestellt, je gefährlicher das Gebiet ist, desto höher kann die Ausbeute an kostbaren Materialien sein. Einziges Problem an der ganzen Geschichte ist, an einem Stück wieder zurück zur Garage zu gelangen.
Wie von einem Magneten angezogen

Schrotten wir unser Fahrzeug auf der Tour oder schaffen es nicht lebendig zurück, verlieren wir einen Großteil unserer Beute (Malus in den Optionen einstellbar). Jetzt müssen wir mühevoll unser Auto wieder rekonstruieren, indem wir Stoßstangen, Türen, Reifen und weitere Anbauteile erneut herstellen. Da gehen schnell alle zuvor gesammelten Ressourcen drauf, ohne wirklich einen Fortschritt erzielt zu haben.
Das kann durchaus frustrieren, aber es gibt Trost, denn mithilfe der gesammelten Energie aus den Gebieten lassen sich in guter Rogue-like-Manier immer bessere Ausrüstungen herstellen, was uns von Mal zu Mal stärkt und dadurch deutlich die Erfolgschancen auf unseren Erkundungstouren erhöht. In diesem Sinne: Keep on rollin!
FAKTEN
| Release Termin: | 22. Februar 2024 |
| USK: | Ab 6 Jahren |
| Genre: | Driving-Survival |
| Spieltyp: | Einzelspieler |
| Entwickler: | Ironwood Studios |
| Publisher: | Kepler Interactive |
| Erhältlich für: | PlayStation 5 PC |

Fazit
Pacific Drive
Die besondere und unheimliche Atmosphäre, die das einzigartige Survival-Spiel »Pacific Drive« vermittelt, ist sehr gut gelungen. Die Fahrzeugsteuerung ist stimmig und es macht obendrein richtig viel Spaß zu sehen, wie unser bester Freund, das Auto, immer robuster wird und den Anomalien trotzt. Auch guter Humor verbirgt sich hier und da in der doch eher beklemmenden Spielwelt. Das Survival-Spielkonzept von »Pacific Drive« ist erfrischend anders und stylisch obendrein. Doch leider gibt es für PlayStation-5-Spieler*innen einen großen Nachteil, denn »Pacific Drive« läuft mit nur schlappen 30 Frames pro Sekunde. Wir haben deshalb extralang mit diesem Testergebnis gewartet in der Hoffnung, dass die niedrigen FPS nur ein Missgeschick waren und mit einem baldigen Patch behoben werden. Diese schwache Performance lässt das eigentlich sehr gute und superspannende Abenteuer leider zur Ruckelpartie ausarten, was im Verlauf der Handlung leider sehr auf den Spielspaß drückt. Deshalb haben wir einen ganzen Stern von unserer Wertung abgezogen, werden diesen aber gerne wieder drauf packen, sobald die PS5-Version mit mindestens 60 FPS läuft. Wer die Wahl hat, sollte deshalb aktuell lieber zur PC-Version greifen um »Pacific Drive« richtig genießen zu können.
Pro
- Geheimnisvolle Umgebungen
- Auto und Garage können ausgebaut werden
- Gutes Fahrzeugverhalten
- Rogue-like-Elemente motivieren
- Eindrucksvolle Anomalien
- Spannende Geschichte
- Stimmiger Grafikstil mit stylischen Oberflächen
- Zahlreiche Mods und Schwierigkeitseinstellungen
- Guter Soundtrack
Contra
- Version für PlayStation 5 läuft leider nur mit 30 FPS
- Controller-Steuerung etwas fummelig
Letzte Worte
- Ein fantastisches Survival-Spiel, aber aktuell leider nur auf dem PC.













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