Capcom präsentiert mit dem Action-Adventure PRAGMATA nicht nur eine neue Marke, sondern auch ein kreatives Gameplay, bei dem wir zwei Spielfiguren gleichzeitig durch spannende Kämpfe manövrieren müssen. In unserem spoilerfreien Test zu PRAGMATA verraten wir euch, wie gut die neue Spielidee bei uns in der PC-Version angekommen ist und ob wir gerne noch mehr aus diesem ungewöhnlichen Sci-Fi-Szenario von Capcom sehen möchten.
Eine Spielwelt aus dem 3D-Drucker

Um euch so wenig wie möglich von der gut konstruierten Handlung vorwegzunehmen, stellen wir hier nur eine kurze Einleitung zur Geschichte von PRAGMATA vor: Als der Kontakt zur Mondbasis Cradle abbricht, macht sich ein Team aus fünf Technikern, darunter Hugh, den wir steuern, auf den Weg zum Mond, um nach der Ursache zu suchen. Nur wenige Minuten nachdem das Technikerteam die riesige Station betreten hat, erschüttert die Basis ein heftiges Mondbeben, bei dem wir von unserem Team getrennt werden und obendrein auch noch das Bewusstsein verlieren.

Als wir wieder zu uns kommen, steht wie aus dem Nichts die kleine Pragmata namens D-I-0336-7 vor uns , die uns und unseren Raumanzug mit einem spacigen Erste-Hilfe-Tool zusammenflickt. Weit und breit ist keine Menschenseele auf der Mondstation in Sicht – was ist hier passiert? Kurzerhand machen sich D-I-0336-7 (Diana) und Hugh gemeinsam auf die Suche nach Überlebenden. Doch Vorsicht, denn irgendetwas hat die zuvor hilfsbereiten Androiden umgepolt, die sich von nun an gegen uns wenden!
Mit Feingefühl durch den Glitch

Eine Besonderheit von PRAGMATA sind die vielen Interaktionen zwischen Diana und Hugh. Mal lauschen wir Dialogen, die von zuckersüß bis todernst reichen und ein anderes Mal albern wir mit ihr um die Pulte, an welchen wir unsere Upgrades tätigen. Viele dieser sehr gut in die deutsche Sprache übersetzten Dialoge sind völlig optional, aber wer kann der wissbegierigen Diana schon eine Frage verwehren?
PRAGMATA spielt sich stellenweise wie ein softes Souls-like, da wir immer wieder aufs Neue in die zuvor erforschten Gebiete reisen können, wo die Gegner erneut auf uns warten, sobald sie frisch aus dem 3D-Drucker geschlüpft sind. So können wir schon von Beginn an mit Upgrades gegen den steigenden Schwierigkeitsgrad ansteuern.
Spielelemente von PRAGMATA
In diesem Abschnitt des Tests zeigen wir euch die Kernelemente von PRAGMATA, auf die ihr am häufigsten in eurem Spielerlebnis stoßen werdet. So könnt ihr auf einen Blick feststellen, ob ihr auf Spielmechaniken trefft, die ihr vielleicht nicht so gerne in Spielen vorfinden möchtet:
Hacken/Kämpfen

Der Gameplay-Clou von PRAGMATA besteht darin zwei Spielcharaktere gleichzeitig zu steuern. Hugh und die kleine Diana müssen sich im Kampf gut abstimmen. Das perfekte Teamwork im Kampf sieht wie folgt aus: Mit Diana hacken wir die feindlichen Bots und legen somit deren Schwachstellen offen. Die freigelegten leuchtenden Körperteile sind so für einen kurzen Zeitraum von Hugh angreifbar. Mit weiteren Hacking-Modulen können wir zusätzlich die Zeit, den Schaden oder die Bewegung des Gegners manipulieren.
Bosskämpfe meistern

Die Bosse in PRAGMATA präsentieren sich abwechslungsreich und bringen mit zusätzlichen Fähigkeiten die großen Arenen zum Beben. Auch bei diesen Widersachern müssen wir erst einmal die Schwachstellen mithilfe von Dianas Hacking-Skills freilegen, erst dann kann Hugh mit seinem Waffenarsenal massiven Schaden anrichten. Diese Bosskämpfe sind deutlich anspruchsvoller und machen sowohl die Hacking- als auch die Angriffs-Versuche deutlich schwerer, da wir oftmals mehr mit schnellem Ausweichen beschäftigt sind. Der Schwierigkeitsgrad kann jederzeit nach unten geschraubt werden.
Arsenal ausbauen

Über die Luken in den Gebieten ist jederzeit die Rückreise zum Schutzraum möglich. In diesem sicheren Raum dürfen wir gesammelten Ressourcen in nützliche Upgrades umwandeln. Zur Auswahl stehen Aufwertungen für Waffen, neue Fähigkeiten, erweitertes Hacking, neue Tools für die Verteidigung und weitere Ladungen der Schubdüsen unseres Raumanzugs. Letztere dienen der besseren Kontrolle in der Luft und können zusätzlich in den Kämpfen blitzschnelle Ausweichmanöver starten.
Geheimnisse lüften

Das genaue Untersuchen der weitläufigen Areale lohnt sich. Es wimmelt von gut getarnten Verstecken, die uns mit Ressourcen, Hintergrundinformationen und weiteren Fähigkeiten für Diana und Hugh belohnen. Oftmals müssen wir kleine Puzzle lösen, um an die wertvollen Ressourcen zu gelangen. Die Rätsel sind meist eher Geschicklichkeitsprüfungen bei denen wir kleine Sprungpassagen meistern, Container von A nach B bewegen oder schlichtweg den Weg finden müssen. Wer in den Gebieten die Ohren spitzt, kann sogar einige Geheimnisse nur mithilfe des Gehörs aufspüren.
Täglich grüßt der Mond-tagsmaler

Was sich zu Spielbeginn wie ein Routinebesuch auf einer großen Mondstation anfühlt, entpuppt sich nach wenigen Spielstunden zu einer wilden Achterbahnfahrt durch einen abgedrehten Glitch. Daran ist größtenteils die abwechslungsreiche Spielwelt schuld – dabei haben wir doch nur eine „einfache“ Raumstation erwartet.

Die Spielwelt von PRAGMATA kann sich sehenlassen und das liegt sicherlich daran, das Capcom nochmals an der RE-Engine gearbeitet hat. PRAGMATA unterstützt so gut wie jede aktuelle Hardware-Spielerei. Die Spiel- und Grafikoptionen sind generell sehr gut und lassen uns das nahezu perfekte Setting für unsere Hardware und Gaming-Vorlieben einstellen, vorausgesetzt wir kennen uns gut genug mit der Materie aus.








FAKTEN
| Release Termin: | 17. April 2026 |
| USK: | Ab 12 Jahren |
| Genre: | Action-Adventure |
| Spieltyp: | Einzelspieler |
| Entwickler: | Capcom |
| Publisher: | Capcom |
| Erhältlich für: | PC, PlayStation 5, Switch 2, Xbox Series |

Fazit
PRAGMATA
»PRAGMATA« überzeugt mit einem frechen Kampfsystem, gepaart aus Hacking- und Shooter-Skills. Die spannende Geschichte begleitet uns bis zum Schluss und hat hier und da sogar noch eine kleine Überraschung parat. Es kommt mittlerweile selten vor, dass große Spieleentwickler brandneue Spielideen vorstellen, statt das x-te Remaster/Remake, aber im Falle von »PRAGMATA« hat Capcom alles richtig gemacht. Dieses Sci-Fi-Action-Adventure ist kein langweiliger Einheitsbrei, der jedem gefallen soll, und spielt neben all der Shooter-Action geschickt mit unseren Gefühlen. Uns haben besonders gut die unterschiedlichen Gegnertypen mit ihren individuellen Schwachstellen gefallen und natürlich die vielen unterhaltsamen (optionalen) Dialoge mit Diana. Auch wenn wir Shooter lieber mit Maus und Tastatur spielen, greifen wir bei »PRAGMATA« doch eher zum Gamepad. Die gleichzeitigen Eingaben für Hacking und Schusswechsel gehen mit einem Controller viel lockerer von der Hand. Was ebenfalls sehr lobenswert ist: Nach dem Spielende stehen noch viele weitere Spielmodi kostenlos zur Verfügung und bitten uns nicht wie üblich erneut als DLCs zur Kasse. Wir hoffen, in den kommenden Jahren noch mehr von Capcom aus dem »PRAGMATA« Universum zu sehen.
Pro
- Sehr gut funktionierendes hybrides Kampfsystem aus Hacking- und Schusssequenzen
- Gelungene Weltraumoptk
- Sehr gute deutsche Synchronisation
- Viele unterhaltsame Dialoge
- Gutes Sounddesign
- Cooles Gegnerdesign mit spannendem Schwachstellensystem
- Viele freischaltbare Upgrades und Extras
- Sehr gute und durchdachte Controller-Steuerung
- Spannende Handlung mit Wendungen
- Mehrere Enden möglich
- New Game Plus und andere Modi freischaltbar
- Mehrere Schwierigkeitsgrade möglich, die jederzeit verstellt werden können
Contra
- Steuerung via Maus und Tastatur Tastatur anstrengend
- Häufiges Backtracking kann monoton wirken
- Kein Fotomodus
Letzte Worte
- Eine herzerwärmende Geschichte im All.











