SAROS, der exklusive PlayStation-5-Titel hat es pünktlich zum Release bei uns auf den rushBfast-Prüfstand geschafft. Das actionreiche Spiel verbindet die Genre Rogue-lite, Bullet Hell und Third-Person-Shooter miteinander und hat uns so einiges abverlangt. Jedoch können wir mit Stolz berichten, wir haben Hauptprotagonist Arjun bis zum Ende seiner Reise begleitet und das Rätsel um den Planeten Carcosa erfolgreich gelöst. Wie immer besteht kein Grund zur Panik, denn unser Test zu SAROS kommt natürlich spoilerfrei, sodass ihr das verrückte Abenteuer noch in vollen Zügen genießen könnt.
Hinweis: SAROS und das 2021 veröffentlichte Returnal stammen zwar vom gleichen Spielentwickler Housemarque, doch die beiden Spiele haben bis auf ähnliche Gameplay-Elemente keinen verbundenen Handlungsstrang. Ob die beiden Games im selben Universum stattfinden ist noch unklar. Vielleicht kann uns dazu aber bald ein offizielles Statement seitens der Entwickler weiterhelfen.
Höllischer Sonnenbrand

In SAROS spielen wir den Senior-Vollstrecker Arjun Devra des Echelon IV Notfallteams, welches im Auftrag des mächtigen Großkonzerns Soltari auf den Planeten Carcosa entsendet wird. Das Ziel ist aufzuklären, warum es keine Rückmeldungen zum Abbau des wertvollen Lucenit der vorherigen Expeditionen auf Carcosa gab. Gespielt wird Ardjun vom englischen Schauspieler Rahul Kohli, den ihr vielleicht aus Filmen/Serien/Spielen wie Spuk in Bly Manor, Der Untergang des Hauses Usher und Call of Duty: Modern Warfare III (Rupinder ‚Roops‘ Kapoor (Synchronisation)) kennt.


Der Planet Carcosa birgt viele Geheimnisse! Wo sind die Kolonisten samt Landungs-Crew der ersten drei Expeditionen abgeblieben und warum verändert sich jedes Mal der Planet, sobald sich die Sonne verdunkelt? Ebenso rätselhaft sind die Geschehnisse um die eigene Crew, die entweder einen höllischen Sonnenbrand abbekommen hat, und deshalb nicht mehr klar denken kann, oder schlichtweg an Lagerkoller leidet? Es gibt viel zu erleben auf Carcosa, aber das müsst ihr schon selbst herausfinden. Gesagt sei aber, die Handlung von SAROS ist nicht so einfach zu verstehen und lässt uns SpielerInnen sehr viel Spielraum für Spekulationen.
Gefangen in der Schleife

Von wegen Vollstrecker! Die Maßstäbe der Erde gelten auf dem erbarmungslosen Planeten Carcosa nicht, denn gerade zu Spielbeginn sind wird extrem schwach und scheitern bereits an den ersten Gegnern mit ihren noch überschaubaren Angriffsmustern. Doch Fehlschläge gehören bei SAROS zum Hauptbestandteil des Spiels. Jedes Mal, wenn uns mit Arjun die Lichter ausgehen, kehren wir in die sichere Basis zurück, um dort das gesammelte Lucenit in den komplexen Skilltree zu investieren. Nur diese selbst freigeschalteten Upgrades sind permanent, alle anderen Fortschritte aus dem vorherigen Zyklus gehen verloren.
Typisch für das Genre Rogue-lite ist, dass wir von Versuch zu Versuch immer etwas stärker werden, sodass später im Spiel sogar mehrere Gebiete infolge gemeistert werden können. Ein sogenannter Zyklus kann also Minuten oder gar Stunden dauern, je nachdem, wie gut wir uns mit unserer immer zufällig gefundenen Ausrüstung in der Bullet Hell behaupten können.
Es wird nicht langweilig

Da fragt man sich schon, ob bei all den Wiederholungen das Spiel schnell langweilig wird – auf keinen Fall, denn es gibt trotzdem immer etwas Neues zu entdecken. Die Entwickler von Housemarque haben eine sehr gute Gameplay-Balance für SAROS entwickelt, die motiviert anstatt frustriert. Oftmals stehen neue Interaktionen mit dem Team von Echelon 4 zur Auswahl, oder das Spiel überrascht uns mit einem weiteren unerwarteten Gameplay Feature. In Saros gibt es also kein belangloses Open-World-Geplänkel: Entweder es gibt ordentlich auf die Mütze, wir lernen neue Möglichkeiten, uns fortzubewegen oder wir erhalten ein weiteres Puzzleteil der rätselhaften Handlung.
Spielelemente von SAROS
In diesem Abschnitt des Tests zeigen wir euch die Kernelemente von SAROS, auf die ihr am häufigsten in eurem Spielerlebnis stoßen werdet. So könnt ihr auf einen Blick feststellen, ob ihr auf Spielmechaniken trefft, die ihr vielleicht nicht so gerne in Spielen vorfinden möchtet:
Bullet Hell meistern

In den schwitzigen Bullet-Hell-Kämpfen von SAROS wimmelt es von wilden Schussmustern, die uns auf unterschiedlichste Art und Weise entgegenkommen. Wichtig ist, nicht nur die Muster zu lernen und ihnen gekonnt auszuweichen, sondern auch die Effekte der Farben Gelb, Blau und Rot (Farbcode individualisierbar) zu verinnerlichen. Anhand der Farben und Formen der Projektile zeigt sich, ob es sich um zielsuchende, mit dem Schild absorbierbare oder zu parierende Schüsse handelt. Besonders schmerzhaft sind gelbe Projektile, denn diese reduzieren mit jedem Treffer unsere Lebensenergie.
Permanente Stärkungen

Das Scheitern gehört in SAROS dazu, doch mithilfe eines großen Skilltree verbessern wir Arjuns Attribute und Fähigkeiten für spätere Zyklen. Dort legen wir fest, wie stark unsere Anfangsausrüstung ist, bestehend aus Haupt- und Energiewaffe, und wie gut sich unsere drei Attribute Resilienz (Leben), Gewalt (Schild) und Antrieb (Umwandlungsrate von Lucenit) skalieren. Später folgen noch weitere Stärkungen, die wir euch hier aber noch nicht verraten, da diese motivierende Überraschungen darstellen. Stellenweise spielt sich SAROS auch wie ein Metroidvania, denn mit neuen Bewegungsfähigkeiten dürfen in zuvor besuchten Gebieten neue Areale erschlossen werden.
Areale erkunden

Mit Arjun kämpfen wir uns durch verschiedene Biome, die immer wieder in sich neu zusammengewürfelt werden. Das bedeutet, Areale, Räume, Gänge, Gegnerkombinationen und Fallen sind von Versuch zu Versuch etwas anders arrangiert, doch Schlüsselstellen wie Bosse bleiben erhalten. Die jeweiligen Gebiete sind schlauchartig konstruiert, bieten aber optionale Abzweigungen und knifflige Sprungpassagen. Auf unserem Weg finden wir Ressourcen für spätere Upgrades, stärkere Waffen und Attributssteigerungen, doch das gesammelte Arsenal und die Buffs gehen nach dem Ableben verloren.
Rätselhafte Geschichte

Die mysteriöse Handlung von SAROS präsentiert sich in vielen einzelnen Fragmenten, in Form von kurzen Sequenzen, Audiologs und Schriftstücken. Kaum ein Hinweis gibt eine klare Aussage preis. Selbst wer alle Bestandteile der Handlung genau studiert, wird hier auch nach Stunden noch im Trüben fischen. Wer sich auf das wilde Story-Konstrukt einlässt, wird zum Nachdenken angeregt. Bis ganz zum Schluss bleiben viele Fragen offen. Diese komplizierte Erzählweise ist Geschmackssache und eher auf der künstlerischen Seite beheimatet, aber die Präsentation ist absolut gelungen. Aufgepasst: Es gibt mehrere Enden, also nicht nach dem Abspann ausschalten, sondern schön weitersuchen!
Auf der Suche nach dem perfekten Run

Sind wir durch die vielen Investitionen in den Skilltrees stark genug geworden, haben die Schussmuster gelernt und schaffen es unbeschadet durch die vielen Fallen, beginnt der wahre Gameplay Flow von SAROS. Dank starkem Auto-Aim vieler Waffen können wir uns voll und ganz auf die Muster konzentrieren und durch zusätzliche Artefakte gibt es noch weitere Buffs obendrauf. Mit gezielten Ausweichmanövern und Paraden meistern wir die anspruchsvolle Bullet Hell mit links und sammeln das von den Gegnern fallengelassene Lucenit ein bevor es verpufft. Ein nahezu perfekter Zyklus, bei dem wir alle Bestandteile für unser Build ergattern können, fühlt sich extrem stimmig an.

Nur in Sachen Hochglanzgrafik und aufwendigen Motion-Capture-Animationen schwächelt SAROS ein wenig, was aber bei so einer tollen Gameplay-Perle völlig nebensächlich ist. Wenn wir uns etwas für diesen Third-Person-Shooter wünschen dürften, wäre es ein Unreal Engine Upgrade mit all den technischen Spielereien, die aktuell möglich sind. Doch vielleicht erhalten wir dieses grafische Upgrade ja mit der PlayStation 6 in den kommenden Jahren, denn die wenigen extrem detailreichen Zwischensequenzen im Spiel sind sicherlich mit einer anderen Version der Unreal Engine entstanden.










FAKTEN
| Release Termin: | 30. April 2026 |
| USK: | Ab 16 Jahren |
| Genre: | Rogue-lite, Bullet Hell, Third-Person-Shooter |
| Spieltyp: | Einzelspieler |
| Entwickler: | Housemarque |
| Publisher: | Sony Interactive Entertainment |
| Erhältlich für: | PlayStation 5 |

Fazit
Saros
Wow, so einen faszinierenden Shooter-Flow wie in »SAROS« haben wir schon lange nicht mehr gehabt. Es dauert zwar eine ganze Weile, bis man die komplizierten Bullet-Hell-Muster und Bewegungen mit Arjun auf dem Kasten hat, aber sobald es »Klick« macht, gibt es kein Halten mehr. Der umfangreiche Skilltree und die rätselhafte Geschichte von »SAROS« motivieren bis zur letzten Spielminute. Unsere PlayStation-5-Version lief superflüssig und auch die automatische und gut funktionierende Speicherfunktion ließ uns nicht im Stich. Wer das Spiel Returnal mochte, der wird »SAROS« lieben. Das neue Bullet-Hell-Abenteuer von Entwickler Housemarque ist eine absolut gelungene Weiterentwicklung. Ein wenig Kritik kommt von uns nur in Sachen Optik, denn da wirkt diese fantastische Gameplay-Perle leicht veraltet, was aber sicherlich der angestrebten superflüssigen Performance verschuldet ist.
Pro
- Superflüssiges Bullet-Hell-Gameplay
- Sehr gut konstruierte Spielwelt mit Zufallsprinzip
- Beeindruckendes Sounddesign
- Brachialer Soundtrack
- Spannende Geschichte bis zur letzten Minute
- Cooles Waffen- und Schussdesign
- Abwechslungsreiche Gegner und Bosse
- Langzeitmotivation durch viele Upgrade-Möglichkeiten
- Sehr gutes Steuerungskonzept
Contra
- Grafik wirkt leicht veraltet
- Stellenweise schlechte Sichtverhältnisse sorgen für kleine Fehlschläge
Letzte Worte
- Eine absolute Gameplay-Perle!











