Unter Sci-Fi-Fans ist der Mai ein besonders wichtiger Monat, denn dort heißt es alljährlich Happy Star Wars Day. Apropos, ist euch Ingo Römling ein Begriff? Der deutsche Zeichner ist unter anderem für seine Star-Wars-Illustrationen bekannt, die vor einiger Zeit im Panini Verlag erschienen sind. Nun legt er zusammen mit dem Franzosen Fred Duval den Grundstein für eine neue Sci-Fi-Trilogie namens Metropolia. Außerdem sind Aurora und der Ork zurück und zusammen gehen wir auf eine ungewöhnliche Reise in die Welt der Videospiele.
Metropolia 1: Berlin 2099
Berlin – für die einen ein Moloch, für die anderen geliebte Heimat, so wie für mich, als echtes Berliner Kindl. Hier lebt im Sumpf der Großstadt im Jahr 2099 der Privatermittler Sasha. Die Stadt hat sich zu einem wilden Mix aus alter und ultramodernen Architektur entwickelt. Der schnöde Mammon ist passé, stattdessen sind die gezählte Schritte der EinwohnerInnen die neue Währung. Die Stadt zu verlassen ist für den Normalbürger kaum möglich, Reisen in die Ferne schier unbezahlbar.

Und doch treibt genau der Traum vom Reisen Sasha voran, jeden Auftrag zu übernehmen, um seinem Ziel ein Stück näher zu kommen. So kommt auch ein äußerst lukrativer Auftrag vom Metropolia Konzern wie gerufen. Zwischen Androiden, künstlicher Intelligenz und den Häuserschluchten Berlins versucht er einen verzwickten Fall zu lösen.
Uns hat besonders die wechselnde teils monochromartige Farbgebung begeistert, die stimmungsvoll durch die Geschichte leitet und die verschiedenen Szenarien gekonnt untermalt. Auch das Erkennen vertrauter Berliner Gebäude und Plätze (z.B. Hackescher Markt, Brandenburger Tor) und der Blick in die ferne Zukunft der Stadt, hat uns besonders viel Vergnügen bereitet.
Das Szenario stammt aus der Feder von Fred Duval (»Reset«, »Das Mädchen mit den blauen Augen«), die ästhetischen Zeichnungen von Ingo Römling (»Malcolm Max«, »Star Wars Rebels«) und die stimmungsvolle Kolorierung kommt von Christophe Bouchard. Für uns eine Empfehlung für alle erwachsenen Fans des fantastischen Comicgenres, die Lust auf einen spannenden Kriminalfall haben, der sich wirklich schick in Farb- und Formensprache präsentiert.

Titel: Metropolia 1: Berlin 2099
Release: 25. April 2025
Format: Hardcover
Umfang: 56 Seiten
Genre: Sci-Fi
Verlag: Splitter
Preis: 18 Euro
Aurora und der Ork 2: Gestrandet bei den Elfen
Hurra, Auroa und der Ork sind zurück! Bereits im ersten Band haben wir uns gnadenlos in die zwei witzigen Charaktere aus der Feder von Lewis Trondheim verliebt. Endlich erfahren wir, wie das Abenteuer weiter geht. Im ersten Band erschien in Auroras Schulklasse ein neuer Mitschüler. Ein kleiner grober Ork, Keule schwingend und allein gestrandet in Auroras Welt, der erstmal lernen musste, dass man nicht alles verspeisen darf, was einem über den Weg läuft.

Im zweiten Band tauschen Aurora und der Ork die Seiten, denn holterdipolter findet sich Aurora urplötzlich in einer fremden Welt wieder, zwischen kampfeslustigen Elfen und blutrünstigen Orks. Oweia, ob Aurora da unversehrt wieder rauskommt? Nur gut, dass ihr der Mini-Ork zur Seite steht, da kann ja nichts schief gehen. Oder doch?
Schon im ersten Band hat uns der trockene Humor und die dazu mit leichtem Strich fest gehaltene Situationskomik total begeistert und wir waren vom Fleck weg Fans. Auch das liebevolle Lettering der Sprechblasen (von Hand!) ist Dirk Rehm wirklich gelungen und harmoniert super mit dem lockeren Zeichenstil von Lewis Trondheim. Auch das neue Leseabenteuer ist gespickt mit urkomischen und teils haarsträubenden Szenen und lässt uns wieder herzhaft lachen. Offiziell empfohlen für mutige Leseratten ab 8 Jahren und wir finden auch ein Muss für alle junggebliebenen Erwachsenen mit Humor, die Fantasy mögen.

Titel: Aurora und der Ork 2: Gestrandet bei den Elfen
Release: April 2025
Format: 16 x 24 cm
Umfang: 64 Seiten
Genre: Fantasy
Verlag: Reprodukt
Preis: 15 Euro
Gaming – Eine Pixel-Zeitreise
So unterhaltsam habt ihr die Geschichte der Videospiele noch nicht gesehen. Eingefangen in einer reich bebilderten Graphic Novel fliegen wir mit Jean Zeid, seines Zeichens Journalist, und Emilie Rouge, begeisterte World of Warcraft Gamerin und die talentierte Illustratorin dieses Werkes, durch die Zeitgeschichte der Videospiele. Wer hätte gedacht, dass unsere Reise im Jahr 1962 am MIT in Cambridge beginnt, wo tatsächlich die Wissenschaft eines der ersten Videospiele erfunden hat? Tja, kaum geht die Zeitreise los, schon was Neues gelernt.

Und so zieht es sich durchs ganze Buch. Auf 240 Seiten treffen wir auf Figuren und Spieltitel aus Vergangenheit und Gegenwart wie Mario, Lara und Pac-Man, mit denen wir schon gelacht, geweint, uns gegruselt, geknobelt und jede Menge Spaß vor dem Bildschirm hatten und teilweise heute noch haben. Eine Idee, die uns besonders gefällt: Emilie und Jean als Comicfiguren sind unsere Reiseleiter bei diesem Abenteuer.
Die Fülle an Details in den Zeichnungen und die vielen Informationen haben uns wirklich begeistert, es gibt echt viel zu entdecken. Die Flashbacks in unsere Spielvergangenheit, die uns beim Lesen erwischt haben, waren ein witziger Nebeneffekt. Den alten Gaming-Hasen unter euch dürfte es da ähnlich gehen. Wer erinnert sich nicht gerne an die Tage, wo man mit seinen FreundInnen vor dem Bildschirm saß und versucht hat, gemeinsam schwere Level zu knacken oder neue Highscores aufzustellen.
Wir sagen: Dieses Nachschlagewerk ist gespickt mit humorvollen Erinnerungen aus der Popkultur, Hintergrundinfos zu Indy-Titeln und Triple-A Knallern und ein echt unterhaltsamer Augenschmaus. Ein peppiges Lexikon über die faszinierende Welt der Videospiele ab 12 Jahren, das in keinem Bücherregal fehlen sollte.

Titel: Gaming – Eine Pixel-Zeitreise
Release: 27. Mai 2025
Format: 173 mm x 245 mm
Umfang: 240 Seiten
Genre: Graphic Novel
Verlag: Carlsen
Preis: 25 Euro












