Für ein Metroidvania sind wir bei rushbfast immer zu haben. Vor allem dann, wenn es so schön aussieht wie Gestalt: Steam & Cinder, welches mit seinem aufwendigen Parallax Scrolling und der feinen Pixelart nur so strotzt. Was euch in diesem spannenden 2D- und 16-Bit Abenteuer erwartet, verraten wir euch hier in unserem spoilerfreien Test zu Gestalt: Steam & Cinder.
16-Bit-Feuerwerk

Die Geschichte von Gestalt: Steam & Cinder ist gut erzählt, hat aber gerade zu Spielbeginn etwas viel Textlänge. Kurz gesagt, wir spielen die Hauptprotagonistin Aletheia, die von Beruf Söldnerin ist. Bewaffnet ist die rothaarige Kämpferin mit einem Schwert und einem Revolver. Mit dieser Nah- und Fernkampfbewaffnung geht es in die packenden 2D-Kämpfe gegen Plünderer, Roboter und aufmüpfige Mutanten.
In Aletheias Heimat Canaan, der Dampfstadt, gerät das Machtgleichgewicht so langsam aus den Fugen und nur wir haben die Kraft, etwas dagegen zu unternehmen. Mit unseren Touren durch die Gebiete von Canaan decken wir immer mehr Geheimnisse über unsere Vergangenheit und die aktuellen Machenschaften des scheinbar korrupten Komitees auf.
Das erwartet dich in Gestalt: Steam & Cinder
In diesem Abschnitt des Tests zeigen wir euch die Kernelemente von Gestalt: Steam & Cinder, auf die ihr am häufigsten in eurem Spielerlebnis stoßen werdet. So könnt ihr auf einen Blick feststellen, ob ihr auf Spielmechaniken trefft, die ihr vielleicht nicht so gerne in Spielen vorfinden möchtet:
2D-KÄMPFE

Die 2D-Kämpfe laufen fast immer gleich ab: Zuschlagen, ausweichen, darüber springen, schießen und wieder zuschlagen. Erst geht es der grünen Ausdauerleiste der Gegner an den Kragen, dann der Lebensenergie unserer Widersacher. Ist ein Gegner besiegt, gibt es Erfahrungspunkte, Währung und Energie zurück.
BACKTRACKING

Lange Laufwege und ab und zu ein wenig Herumirren gehören zum Genre des Metroidvania einfach dazu. Auch in Gestalt: Steam & Cinder sind neue Fertigkeiten wie Doppelsprünge und mächtige Angriffe nicht nur dazu da, den Gegnern den Garaus zumachen, sondern ermöglichen den Zugang zu neuen Gebieten.
FÄHIGKEITEN ERWEITERN

Für besiegte Gegner bekommen wir Erfahrungspunkte gutgeschrieben. Haben wir genug dieser Punkte gesammelt, steigen wir eine Stufe auf und bekommen einen Fertigkeitspunkt für unseren Skilltree. Der Skilltree in Gestalt: Steam & Cinder ist überraschend groß ausgefallen, allerdings verhindern kleine Schlösser den schnellen Fortschritt.
OPTIONALE AUFTRÄGE

An den schwarzen Brettern in den unterschiedlichen Gebieten gibt es ab und an optionale Quests abzuholen. Erfüllen wir diese Aufgaben, erhalten wir eine große Anzahl an Schrott (Währung) und einige Skillpunkte. Auch vereinzelte NPCs teilen uns immer wieder ihre Bedürfnisse mit und belohnen uns nach Absolvieren ihrer Aufgaben mit tollen Geschenken.
Der Tanz mit den GegnerInnen

Die ersten GegnerInnen sind richtig zähe Brocken, egal ob normale Widersacher oder Bosse. Schuld daran ist die grüne Ausdauerleiste, die zusätzlich zur Lebensenergie für eine massive Schadensreduktion bei den Gegnern sorgt. Da hilft nur eine bessere Ausrüstung (Accessoires) und ein höheres Level als die Widersacher zu haben.
Wie zum Beispiel aus den Dark-Souls-Spielen bekannt, müssen wir auch in Gestalt: Steam & Cinder mehrmals gut ausweichen, bevor wir unsere gezielten leichten und starken Schläge auf Gegner platzieren können. Mithilfe unseres Revolvers lassen sich die Ausdauerbalken aus sicherer Reichweite reduzieren.

Haben wir die Kampfmechaniken verinnerlicht, geht es darum die passenden Routen auf der vielverzweigten Karte zu finden. Dank immer wieder neu erlernter Fähigkeiten wie das Durchschlagen von Kristallwänden oder einem simplen Doppelsprung, lassen sich auch in Gestalt: Steam & Cinder immer wieder neue Wege erschließen. Wer sich etwas genauer umsieht und die mobilen Fähigkeiten von Aletheia perfektioniert, wird jede Menge Geheimnisse und versteckte Ausrüstungen finden.
FAKTEN
| Release Termin: | 16. Juli 2024 |
| USK: | Unbekannt |
| Genre: | Metroidvania |
| Spieltyp: | Einzelspieler |
| Entwickler: | Metamorphosis Games |
| Publisher: | Fireshine Games |
| Erhältlich für: | PC, Switch (n.n.B.) |

Fazit
Gestalt: Steam & Cinder
Besonders gut hat uns die tolle Pixelartgrafik in »Gestalt: Steam & Cinder« gefallen. Die Gebiete sind schön ausgearbeitet und das vielschichtige Parallax Scrolling im Hintergrund sorgt für die nötige Tiefe in den 2D-Umgebungen. Auch das Steampunk-Charakterdesign ist einwandfrei gelungen. Zwar erwartet uns eine ganze Flut an Sprechblasentexten, die nach und nach die Geschichte präsentieren, aber wer sich diesen stellt, bekommt eine Handlung mit vielen Wendungen präsentiert. Auch die metroidvaniatypischen Bewegungsfertigkeiten und die vielen Plattformpassagen sind sehr unterhaltsam. Wäre da nur nicht dieses zähe Kampfsystem mit seinen Ausdauerleisten, die aus jedem noch so kleinen Kampf einen Miniboss machen. Diese Zähigkeit der Gegner wird auch mit besserer Ausrüstung leider nicht viel schwächer, was dem Spiel absolut den Flow raubt.
Pro
- Wunderschöne Pixelartgrafik
- Abwechslungsreiche Gebiete
- Unterhaltsame Sprungpassagen
- Schönes Steampunkdesign
- Optionale Aufgaben
- Umfangreicher Skilltree
- Fairer Preis
- Sehr stimmungsvoller Soundtrack
Contra
- Kämpfe etwas zäh
- Bosse eintönig
- Neu platzierte NPCs suchen macht wenig Spaß
- Es entsteht kein richtiger Flow, trotz guter Bewegungsfertigkeiten
Letzte Worte
- Gestalt: Steam & Cinder gehört zu den schönsten Pixelartspielen der letzten Jahre.












