Nach 22 Jahren bekommen wir endlich wieder einen Fun-Racer mit unserem saugstarken Helden Kirby vom Planeten Pop Star. Natürlich haben wir uns direkt zum Release von Kirby Air Riders auf der Nintendo Switch 2 durch die vier verschiedenen Spielmodi gespielt und versucht, unsere Kurventechnik mit den unterschiedlichen Fahrzeugen und Spielcharakteren zu perfektionieren. Was euch in diesem wilden Action-Fun-Racer erwartet, könnt ihr hier in unserem Testbericht zu Kirby Air Riders nachlesen.
Wusstet ihr, dass das erste Kirby Spiel Kirby’s Dream Land 1992 auf dem Game Boy erschien? Damit gehört die rosafarbene Kugel zu den ältesten Figuren aus dem Hause Nintendo und ist mit ihren regelmäßigen Spielauftritten ein immer gern gesehener Protagonist.
Rosa, hungrig und blitzschnell!

Das besondere an Kirby Air Riders auf der Nintendo Switch 2 ist, wie damals schon in Kirby Air Ride auf dem GameCube (2003), dass wir keinen Knopf für das Beschleunigen unseres Fahrzeugs drücken müssen, wie es eigentlich in jedem anderen Rennspiel üblich ist. Nur in den Kurven und Überholmanövern müssen wir weitere Eingaben auf dem Controller betätigen. Genau diese Eigenschaft, sich von alleine vorwärts zu bewegen, macht Kirby Air Riders so extrem einsteigerfreundlich.

Geradeaus fahren kann jeder, doch in Kirby Air Riders trennt sich die Spreu vom Weizen, wenn es um das perfekte Driften in den engen Kurven geht. Um dieses Lenkmanöver zu perfektionieren, müssen wir die Boost-Taste gedrückt und im richtigen Augenblick wieder loslassen. Wenn uns das gelingt, werden wir nicht durch Kollisionen mit den Wänden ausgebremst, sondern erlangen einen zusätzlichen starken Boost am Kurvenausgang. Huiiiiiiii!

Da die Steuerung noch viele weitere Extras auf Lager hat, empfiehlt es sich vor dem Spielstart in die im Spiel integrierte Fahrschule zu gehen. Dort lernen wir anspruchsvolle Fahrmanöver wie perfekte Landungen, Turboschub, Einsaugen, Wirbelangriff, Schienenfahrt, Spezialangriff und das gefühlvolle Stotterbremsen.
Minispiele satt

Obwohl wir uns das Gas geben sparen dürfen gibt es doch einiges zu lernen, und das ist der Grund warum das verrückte Rennspiel rund um Kirby und seine Begleiter zwar leicht zu erlernen, aber im späteren Spielverlauf oder im Online-Mehrspielermodus schwer zu meistern ist. Da jeder Fahrer und jedes Fahrzeug besondere Stärken und Schwächen hat, lassen sich hier überraschenderweise sehr viele verschieden Kombinationen ausprobieren.
Doch keine Bange vor der anspruchsvollen Konkurrenz, denn Kirby Air Riders macht auch alleine richtig viel Spaß. Der Einzelspielermodus namens Road Trip, der aus vielen Rennstrecken und Minispielen besteht, gibt ganz nebenbei in sehenswerten Zwischensequenzen die Hintergrundgeschichte über diesen heldenhaften Rennsport preis.
Spielmodi von Kirby Air Riders
In diesem Abschnitt des Tests stellen wir euch die Spielmodi von Kirby Air Riders vor. So könnt ihr auf einen Blick feststellen, ob ihr auf Spielmechaniken trefft, die ihr vielleicht nicht so gerne in Spielen vorfinden möchtet:
City Trial

Der City Trial Modus ist das Herzstück von Kirby Air Riders. In diesem verrückten Stadtgeplänkel, das sich deutlich von anderen Fun-Racern unterscheidet, ist das Ziel möglichst viele attributsteigernde Gegenstände zu sammeln, die uns später am besten durch das von den FahrerInnen gewählte Minispiel bringen. Diese Items sind überall in Celestia verteilt, zum Beispiel in Kisten oder hoch oben auf den Dächern. Wir können sogar während eines City Trial das Fahrzeug wechseln, wenn wir eines herumstehen sehen. Es gibt auch Items die unserer Attribute schwächen, denn sammelt man zu viele dieser verlockenden Gegenstände, kann das Fahrzeug später vielleicht unkontrollierbar werden.
Top Ride

Auch wenn die meisten SpielerInnen auf City Trial abfahren, hat uns der Top Ride Modus mit am besten gefallen. In Top Ride, wie der Name schon sagt, fahren wir klassische Rundkurse aus der Draufsicht. Dank Angriffsitems und dynamische Abkürzungen entsteht ein richtig schönes Durcheinander. Mit optionalen Kamera-, Runden- und Steuerungseinstellungen wird es so schnell nicht langweilig. Top Ride ist perfekt für ein oder zwei Partien zwischendurch. Dieser Spielmodus wirkt so rund, er könnte glatt ein eigenes Spiel darstellen, wie damals das beliebte Micro Machines auf dem SNES.
Air Ride

Für alle SpielerInnen die lieber etwas klassischer ihre Runden drehen, ist der Air Ride Modus das perfekte Zuhause. Hier geht es wie in Mario Kart zu, denn auf Rundkursen herrscht wildes Gedrängel und Chaos durch herumfliegende gegnerische Gegenstände. Haben wir gerade kein nützliches Item, um unsere Mitstreiter aus der Bahn zu befördern, reicht auch manchmal, je nach Fahrzeug und Spielfigur, eine einfache Wirbelattacke, um sich im Wettkampf gute Platzierungen einzufahren. Wer hier mit einfachen Streckenführungen rechnet, wird überrascht sein, wie verrückt es durch die Lüfte, Tunnel und Kurven geht – diese wilden Achterbahnfahrten bringen selbst die erfahrensten Mario Kart Veteranen ins Schwitzen.
Road Trip

Ebenfalls eine Seltenheit in diesem Genre ist der Kampagnenmodus. In kurzen Schnipseln aus gerenderten Zwischensequenzen wird uns die doch überraschend düstere Geschichte über die rätselhaften Maschinen (Fahrzeuge) präsentiert. Ein Road Trip besteht aus mehreren Etappen, bei denen wir auf einer langen Strecke auf unterschiedliche Events und Bosse zusteuern. Meistern wir die geforderte Herausforderung, erhalten wir wie im Modus City Trial weitere wertvolle Attributspunkte, die uns permanente Stärkungen für kommende Events einbringen.
So viele freischaltbare Extras

Extrem motivierend ist das Belohnungssystem von Kirby Air Riders, denn nach fast jedem Rennen schalten wir neue Charaktere, Strecken, Sticker und Accessoires frei. Schön zu sehen, dass man hier noch ganz Oldschool unterwegs ist und nicht auf die nervigen DLC-Paywalls zurückgreift. Apropos Oldschool, das betrifft leider die Grafik des Fun-Racers, denn die bunten Strecken präsentieren sich hier und da mit einigen verwaschenen Texturen. Die eher niedrige Grafikqualität fällt zwar während der superrasanten Rennen kaum auf, doch vergleichbare Genrekonkurrenten überzeugen hier etwas mehr.
Wer auf Hochglanzgrafik verzichten kann, bekommt mit Kirby Air Riders einen sehr guten Fun-Racer, der auch Wochen und Monate später noch Lust darauf macht, wilde Runden auf den verrückten Strecken zu drehen, die oft an einen sympathisch knallbunten Fiebertraum erinnern. Sollte doch einmal die Luft raus sein, können durch einfache Anpassungen der Spielregeln in den Optionen ganz neue Spielerfahrungen gesammelt werden.










FAKTEN
| Release Termin: | 20. November 2025 |
| USK: | Ab 12 Jahren |
| Genre: | Fun-Racer |
| Spieltyp: | Einzelnes System (1-4), Lokaler Modus (2-8), Online (1-16) |
| Entwickler: | Sora |
| Publisher: | Nintendo |
| Erhältlich für: | Switch 2 |

Fazit
Kirby Air Riders
Unsere ersten schnellen Runden in »Kirby Air Riders« haben wir dieses Jahr gemeinsam auf der Gamescom drehen dürfen und seitdem waren wir angefixt von dem sympathischen Rennchaos rund um die rosafarbene Knutschkugel. Die vier Spielmodi, das einfache Verändern der Spielregeln und die Modifikationen an unseren Fahrzeugen sorgen für langanhaltenden Spielspaß. Da der Fun-Racer die Formel einfach zu lernen, schwer zu meistern verfolgt, kann man selbst nach langer Zeit immer noch Erfolge einfahren. Ebenso sind die vielen freischaltbaren Extras wie Strecken, Charaktere, Sticker, Fahrzeugteile und Musikstücke tolle Belohnungen, die uns weiter im Spiel halten und zum Glück nicht hinter nervigen DLC-Paywalls stecken. Wer auf aktuelle Hochglanzgrafik und eine GameShare-Funktion verzichten kann, der bekommt mit »Kirby Air Riders« einen tollen Fun-Racer, der die Genrekonkurrenz mal ebenso überholt.
Pro
- Vier abwechslungsreiche Spielmodi
- Einfache Steuerung
- Guter Soundtrack
- Macht auch alleine Spaß
- Einfach zu lernen, schwer zu meistern
- Viele gute Minispiele
- Fahrzeuge können individualisiert werden
- Einzelspieler Kampagne mit hohem Wiederspielwert
- Einzelspieler, Lokaler Modus und Online mit bis zu 16 SpielerInnen spielbar
Contra
- Stellenweise verwaschene Texturen
- Keine GameShare-Funktion
Letzte Worte
- Knallbunter Racing-Spaß für alle!












