Unser erster Termin auf der gamescom 2024 führte uns zu Raw Fury, wo wir uns morgens um 10 Uhr direkt in das Survival-Horrorspiel Post Trauma gestürzt haben. Es ist zwar etwas gewöhnungsbedürftig, so früh Gänsehaut zu bekommen, aber wenn das Game so überzeugt, dann ist die Uhrzeit total egal. Also schnell noch einen Schluck vom Wachmachkaffee am Messestand und schon ging die Gruselpräsentation los.
Horror wie damals

Als freundliche Warnung vorweg gab uns Entwickler Roberto Serra Gascón den Hinweis, dass in Post Trauma zwar keine nervigen Jumpscares zu erwarten sind, es aber trotzdem richtig schön gruselig wird. Der Fokus von Post Trauma liegt auf der beklemmenden Atmosphäre und den durchaus kniffligen Rätseln, die wir als SpielerIn mit dem Hauptprotagonisten Roman erleben dürfen, einem ungewohnt älteren Charakter.
Uns erinnerten die ersten Spielminuten sehr an Klassiker wie Silent Hill oder die ersten Teile von Resident Evil, was vor allem an den festen Kamerawinkeln liegt. Ja, ihr habt richtig gelesen »feste Kamerawinkel« und nicht wie heute üblich eine dynamische Third-Person-Kamera, die direkt über die Schulter der Spielfigur filmt.

»Ich wollte unbedingt ein klassisches Horrorspiel mit festen Kamerawinkeln entwickeln, da diese heute leider nicht mehr kreiert werden.«
Roberto Serra Gascón
Die Rätsel in Post Trauma fordern tatsächlich etwas Gehirnschmalz und vielleicht sogar einen Notizzettel, da wir hin und wieder wirklich um die Ecke denken oder gleich mehrere Hinweise kombinieren müssen. Das Inventar ist ebenfalls sehr knapp bemessen und zwingt uns, unsere nächsten Schritte etwas genauer vorauszuplanen.
In der gamescom Demo von Post Trauma haben wir ein verwinkeltes Krankenhaus erkundet, was in der Kürze der Zeit von nur 20 Minuten eine echte Herausforderung war. Roberto hat die Entwicklung des Spiels komplett alleine begonnen, doch mittlerweile hat sich ihm ein kleines Team von ca. 5-8 Leuten angeschlossen, um das Horrorspiel fertigzustellen.
Mit der Fantasie des Spielers spielen

Wir haben in unserer kurzen Spielzeit nur einen einzigen Gegner bekämpfen müssen, aber der hatte es echt in sich, da wir nur eine Nahkampfwaffe zur Hand hatten. Was uns besonders gut gefallen hat, ist die Tatsache, dass wir nicht von Gegnern überrannt wurden und das Post Trauma dank gutem Sound und statischen Kamerawinkeln mehr mit unserer Fantasie spielt, als uns manchmal lieb ist – man weiß ja nie, was hinter der nächsten Ecke lauert.
Ebenfalls gut durchdacht: Anders als in den 90er-Jahren können wir unsere Gegner in Post Trauma direkt anvisieren und schießen nicht auf gut Glück einen Flur hinunter, um unsere Ziele zu treffen.

Schön zu sehen, dass bei all dem klassischen Horror, wie wir ihn noch aus Zeiten der PlayStation 1 kennen, Raum für etwas Humor geblieben ist. Um ein bestimmtes Rätsel im Krankenhaus von Post Trauma zu lösen, benötigen wir eine Rolle Klopapier – mehr verraten wir an dieser Stelle nicht.
Was wir aber schon verraten können, wer das Spiel durchspielt, darf sich danach mit der Kamera im Spiel frei durch die Räume bewegen. Ihr schaltet quasi einen Cheat frei, um die vielen Details noch genauer betrachten zu können. Es soll sogar einen Hardcore-Modus geben, bei dem ihr Kassetten benötigt, um zu speichern. Fast so wie die alten Farbbänder der Schreibmaschinen in den Resident-Evil-Teilen.
Fakten, Demo und Release-Termin
- Release: 2025 (verschoben)
- Genre: Horror
- Plattform: PC
- Preis: unbekannt
- Spielmodi: Einzelspieler
- Entwicklerstudio: RED SOUL GAMES
- Publisher: Raw Fury
- Webseite: https://store.steampowered.com/app/1750030/Post_Trauma/













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