Das neue Third-Person-Survival-Horrorspiel von Bloober Team ist endlich da und wir haben natürlich einen ausführlichen und wie immer spoilerfreien Testbericht für euch im Gepäck. Im August auf der gamescom durften wir hinter verschlossenen Türen das erste Mal in die Welt von Cronos: The New Dawn abtauchen und waren von der Stimmung sehr beeindruckt. Wie uns nun das komplette Spiel gefallen hat, könnt ihr hier lesen. Viel Spaß!

Als sogenannte Reisende, die durch Zeit und Raum schreitet, betreten wir das postapokalyptische Polen der 1980er Jahre. Wer wir genau sind ist unbekannt, aber unsere Bestimmung lautet den Ursprung einer tödlichen Krankheit zu finden, um zu verhindern, dass die ganze Menschheit vor die Hunde geht.
Zwischen zerstörten Blockbauten, verlassenen Fahrzeugen und fürchterlich hergerichteten Leichen bahnen wir unseren Weg zu den uns mitgeteilten Zielkoordinaten. Angeblich gibt es hier draußen Menschen, die überlebt haben, doch wir treffen vorerst nur superfiese Mutanten, die uns zu ihresgleichen konvertieren wollen.
Eine Zeitreise in die Hölle
Mit Gravitationsstiefeln und einem Strahl der die Zeit manipulieren kann, kämpfen wir uns ab und an auch Kopfüber durch die Spielwelt von Cronos: The New Dawn. Die Gebiete sind düster, nebelig und stellenweise so dicht von organischen Strukturen ummantelt, dass wir kaum einen Schritt vor den nächsten setzen möchten. Da unser kleiner Scheinwerfer auch nicht die hellste Leuchte ist, müssen wir uns wohl oder übel auf unser Gehör verlassen.

Entwickler von Bloober Team im Gespräch
Bei einem Termin bei Bloober Team auf der diesjährigen gamescom haben wir schon einiges von Cronos: The New Dawn sehen dürfen. Verbunden mit einem kurzen Fotoshooting haben wir noch zwei Fragen mit dem lustigen Lead Writer Grzegorz Like austauschen können, die wir euch hier natürlich nicht vorenthalten möchten:

rushBfast: Beim Spielstart werden den SpielerInnen mehrere Fragen gestellt. Haben die Antworten darauf einen Einfluss auf die Handlung von Cronos: The New Dawn?
Grzegorz Like: Das wollen wir an dieser Stelle noch nicht verraten, aber im späteren Spielverlauf müssen die SpielerInnen noch weitere wichtige Entscheidungen treffen.
rushBfast: Spielt die Geschichte dieses Survival-Horror-Spiels wirklich in Polen?
Grzegorz Like: Wir haben uns bei der Geschichte und den Schauplätzen auf das uns heimische Polen (Nowa Huta) der 1980er Jahre bezogen, da viele dieses Setting von Natur aus als gruselig empfinden. 😉
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Das hört sich fürchterlich an!
Das Sounddesign von Cronos: The New Dawn ist auf den Punkt. Oftmals hören wir die Widersacher weit im Voraus, bevor wir sie erblicken können. Diese unheimliche und permanent präsente Geräuschkulisse sorgt für so viel Atmosphäre, dass wir uns vor Anspannung und Gänsehautmomenten kaum erholen können. Erst wenn die wilden Kämpfe mit den Mutanten losbrechen, wird der kalte Schauder durch wilde Action übertönt.

Spielelemente von Cronos: The New Dawn
In diesem Abschnitt des Tests zeigen wir euch die Kernelemente von Cronos: The New Dawn, auf die ihr am häufigsten in eurem Spielerlebnis stoßen werdet. So könnt ihr auf einen Blick feststellen, ob ihr auf Spielmechaniken trefft, die ihr vielleicht nicht so gerne in Spielen vorfinden möchtet:
Kämpfen und Überleben

Nicht einfach nur abballern! In diesem Survival-Horror-Abenteuer sind folgende Dinge zu beachten: Die Schusswaffen unseres Reisenden machen mehr Schaden, wenn sie vor dem Schießen aufgeladen werden. Tote Gegner am Boden stellen weiterhin eine Gefahr dar, da diese von noch lebenden Widersachern genutzt werden, um sich ihre Eigenschaften einzuverleiben. Verschmelzen mehrere Gegner miteinander, kann aus einem kleinen und einfachen Mutant ein richtiger Endgegner entstehen. Mit Feuer können sowohl lebendige als auch tote Mutanten entweder aufgelöst oder stark geschwächt werden.
Inventarmanagement

Das Inventarmanagement gleicht alten Survival-Spielen aus den 90er Jahren. Waffen, Munition, Gegenstände zum Auffüllen unserer Gesundheit und zusätzliche Schlüsselgegenstände müssen regelmäßig im sehr knapp bemessenen Inventar Platz finden. Wir verlieren zwar keine extra Inventarplätze für Gegenstände die zum Speichern des Spielstands dienen, doch es herrscht trotzdem permanenter Platzmangel. Da lassen sich zusätzliche Laufwege oder das schmerzhafte Wegwerfen von kostbaren Gegenständen kaum vermeiden, um das ein oder andere Item noch unterzubringen. Wer hier ein perfektes Inventar pflegt oder ein paar kostbare Upgradepunkte investiert, um dieses zu erweitern, der kommt deutlich einfacher durch die packenden Level.
Ressourcen sammeln

In Cronos: The New Dawn herrscht eine permanente Ressourcenknappheit. Wir hatten in unserem ersten Durchlauf nie wirklich viel Munition und Heilgegenstände, um locker durch die anspruchsvollen Abschnitte der Geschichte zu gelangen. Es gab sogar Kämpfe in denen unsere Ressourcen nicht ausreichten. Manchmal musste ein zweiter oder dritter Anlauf her, um die Spawnpunkte der Gegner optimierter abzulaufen, um so die Oberhand im Kampf behalten zu können. Da nicht immer alle Gegenstände in das Inventar passen, müssen sich die SpielerInnen oftmals entscheiden, was darin Platz finden soll.
Ausrüstung verbessern

Apropos Inventar erweitern. Das Verbessern von Waffen, Rüstung, Fertigungsanzahl von Gegenständen und mitgeführten Ressourcen ist ein wichtiger Bestandteil des Spiels. An Speicherorten dürfen Erweiterungen und Verbesserungen mit sogenannten Kernen oder durch den Verkauf von kostbaren Relikten durchgeführt werden, vorausgesetzt es wurden welche gefunden. Bei einer Waffen kann so zum Beispiel die Zielgenauigkeit, Schaden, Schussfrequenz, benötigte Zeit zum Auf- und Nachladen der Schüsse und die Magazingröße verbessert werden. Kleiner Tipp: Auch hier gibt es Ressourcenknappheit, denn wir konnten in unserem Spieldurchlauf leider keine der Schusswaffen voll ausbauen – jedes Upgrade sollte wohl überlegt sein.
Kein Sonntagsspaziergang in Krakau

Wie unsere Zwischenüberschrift schon verrät, ist das Third-Person-Survival-Horrorspiel Cronos: The New Dawn kein einfaches Spiel. Wer in dieser gruseligen Umgebung bestehen möchte, muss jede Ecke erkunden, um alle sammelbaren Ressourcen zu erlangen. Nur so haben wir als SpielerIn genug Material, um zusätzliche Heilgegenstände und Munition herzustellen. Wer hier kein Zielwasser getrunken hat, wird ein schweres Leben haben, denn die knappen Munitionsreserven erlauben kaum Fehlschüsse. Erst im Laufe der Handlung, wenn wir unsere Ausrüstung schon mehrmals verstärkt haben, wird der Kampf vor allem gegen Gegnergruppen etwas einfacher, so dass diese sich nicht ständig miteinander verbinden und dadurch zu noch stärkeren Widersachern werden können.
Für alle hartgesottenen Survival-Fans gibt es am Ende der Geschichte noch eine erfreuliche Nachricht, denn sobald ihr Cronos: The New Dawn erfolgreich durchgespielt habt, so wie wir, schaltet ihr automatisch den Modus New Game Plus und einen weiteren, noch anspruchsvolleren Schwierigkeitsgrad frei.










FAKTEN
| Release Termin: | 5. September 2025 |
| USK: | Ab 18 Jahren |
| Genre: | Survival Horror |
| Spieltyp: | Einzelspieler |
| Entwickler: | Bloober Team |
| Publisher: | Bloober Team |
| Erhältlich für: | PC, PlayStation 5, Xbox Series, Switch 2, Mac |

Fazit
Cronos: The New Dawn
»Cronos: The New Dawn«, das Third-Person-Survival-Horrorspiel von Bloober Team, überrascht mit einem gelungenen postapokalyptischen Polen der 1980er Jahre. Auch wenn einige Texturen etwas unschärfer daherkommen, wird das vom fantastischen Sounddesign locker wieder gut gemacht. Echte Gruselfans schätzen die anhaltende Gänsehaut mehr als den kurzen Jump-Scare-Moment und das ist den Entwicklern von Bloober Team wirklich gut gelungen. Die Geschichte beginnt stark und sehr geheimnisvoll, verliert aber im Lauf des Spiels etwas an Wirkung. Das liegt vielleicht an dem statischen Raumanzug, der die Emotionen des Haupcharakters nicht besonders gut überträgt. Geschmackssache. Die Spielmechanik der untereinander verschmelzenden Gegner ist packend und die plötzlich auftauchenden Visionen halten uns als SpielerIn ordentlich auf Trab. Nur die technischen Zicken der Unreal Engine, mit ihren kleinen Rucklern und Framerate-Einbrüchen nagen negativ am Gesamtbild. Wer auf eine deutsche Synchronisation verzichten kann, bekommt mit »Cronos: The New Dawn« ein klassisches Survival-Horror-Spiel, welches sich gut in die Reihe von Resident Evil und Silent Hill einordnen kann.
Pro
- Spannende Geschichte
- Anspruchsvoller Survival-Horror wie in den 90er Jahren
- Fusionierende Gegner gestalten die Kämpfe spannend
- Sehr gutes Sounddesign
- Inventarmanagement als wichtiges Spielelement
- Mehrere Spielenden
- Sehr stimmiges Horrorszenario
- Stimmungsvoll eingesprochene englische Sprachausgabe
- Verrücktes Gegnerdesign
- Viele versteckte Gegenstände und Ressourcen
- Stimmungsvoller Soundtrack
- New Game Plus und ein weiterer Schwierigkeitsgrad freischaltbar
Contra
- Keine deutsche Synchronisation
- Kleine Performance-Einbrüche stören die Immersion
- Einige Waffenupgrades fühlen sich nicht nach einer Verbesserung an
- Achievements beinhalten starke Spoiler
- Zwischensequenzen sehr einfach gehalten
Letzte Worte
- Klassischer Survival-Horror mit fantastischer Soundkulisse.













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