Endlich ist Kyle Crane, der Held der türkischen Zombie-Apokalypse zurück! Ein guter Grund Dying Light: The Beast auf den rushBfast-Prüfstand zu packen und unsere eingerosteten Parkour-Skills auf die Probe zu stellen. Für euch haben wir uns durch den Nationalpark Castor Woods von Dying Light: The Beast geschnetzelt – hier ist das Ergebnis.
Die Geschichte von Dying Light: The Beast ist schnell erzählt. Kyle Crane, der einst von Zombies gebissen wurde und die Infektion stoppen konnte, entkommt in diesem Abenteuer aus einem unterirdischen Geheimlabor. Er findet sich wieder inmitten einer idyllischen Berglandschaft samt verschlafender Altstadt und angrenzendem Nationalpark. Geschwächt von grausamen Experimenten, die an ihm vollzogen wurden, versucht er wieder zu Kräften zu kommen, um sich an jenen zu rächen, die ihm diese Qualen angetan haben.
Gemeinsamer Urlaub in Zombiehausen

Richtig gemütlich wird es in Castor Woods nie, denn ständig stoßen wir als Kyle Crane auf neue Herausforderungen. Einmal sind es Überlebende in Not, die sich in einem Gebäude verschanzt haben, ein anderes Mal verfolgen uns paramilitärische Einheiten, die uns wieder in das Labor stecken wollen, aus dem wir gerade erst entkommen sind. Rund vierzig Missionen führen uns durch die Open World von Dying Light: The Beast.
Egal ob einen die vorhersehbare Geschichte berührt, die Stimmung der ländlichen Zombie-Apokalypse ist auf den Punkt und die dazugehörige stimmungsvolle Soundkulisse vervollständigt dieses Gesamterlebnis. Gelootet wird bis der Arzt kommt, denn überall können wir neue Ausrüstungsgegenstände ergattern, den Untoten ihr letztes Hab und Gut aus den Taschen ziehen und gut verborgene Verstecke plündern. Das Erkunden der wirklich schön gestalteten Spielwelt und das Durchwühlen der aufwendig ausgestatteten Inneneinrichtungen gehört zu den besten Spielelementen von Dying Light: The Beast.
Auf den Spuren seines Vorgängers

Haben wir genug Haupt- und Nebenaufträge abgeschlossen und so wichtige Erfahrungspunkte verdient, dürfen wir diese Punkte in neue Fähigkeiten in einen doch sehr überschaubaren Skilltree investieren. Diese Skillpunkte sind eine bunte Mischung aus verbesserten Angriffs- und Schleichfähigkeiten. Wir können sogar zusätzliche und äußerst durchschlagskräftige Fernkampfwaffen wie einen Flammen- oder Granatwerfer freischalten – aber wer möchte schon mit einer lauten Explosion einer Granate die ganze Zombiehorde anlocken?

Spielelemente von Dying Light: The Beast
In diesem Abschnitt des Tests zeigen wir euch die Kernelemente von Dying Light: The Beast, auf die ihr am häufigsten in eurem Spielerlebnis stoßen werdet. So könnt ihr auf einen Blick feststellen, ob ihr auf Spielmechaniken trefft, die ihr vielleicht nicht so gerne in Spielen vorfinden möchtet:
Areale erkunden

Die Open World von Dying Light: The Beast kann sich sehen lassen. Gerade die wunderschön gestaltete Altstadt von Castor Woods hat es uns angetan, denn da sind unsere Parkour Skills gefragt, wenn wir von Hausdach zu Hausdach springen müssen. Um das Umland mit dem weitläufigen Nationalpark zu erkunden, empfehlen wir auf die Jeeps der Park Ranger zuzugreifen. Doch aufgepasst, diese Geländewägen haben oftmals nur noch wenig Benzin im Tank.
Waffen herstellen

Wie aus den Vorgängern bekannt können wir unser Nahkampf-Arsenal selber herstellen und danach noch weiter verstärken. Im Nahkampf verwenden wir Hämmer, Schwerter, Äxte und Keulen. Leider gibt es auch diesmal wieder zu viele Schusswaffen, die die Kämpfe aus der Distanz deutlich erleichtern. Allerdings können diese Fernkampfwaffen nicht zusätzlich mit elementaren Modifikationen ausgestattet werden. Dafür gibt es aber sehr nützliche Wurfgegenstände wie zum Beispiel Molotow Cocktails und Wurfmesser.
Beute sammeln

Dying Light: The Beast ist gespickt mit Ressourcen. Diese Materialien, die zum Herstellen und Verbessern unserer Ausrüstung dienen, liegen entweder einfach in der Spielwelt herum oder werden von geplünderten Widersachern erbeutet. Manche dieser besonders wertvollen Gegenstände können auch bei Händlern verkauft werden, um mit der gesammelten Währung weitere Ressourcen, Waffenmods und Ausrüstungen zu kaufen.
Bosse bekämpfen

Um deutlich stärker zu werden und das Beast in sich zu wecken, muss Kyle Crane sogenannten Chimären bezwingen. Haben wir einen solchen Boss besiegt, dürfen wir mit besonderen Fertigkeitspunkten den rot eingefärbten Beast-Skilltree befüllen. Diese Fertigkeiten unterstützen den Beast-Modus von Kyle, mit dem wir für einen kurzen Zeitraum übermenschliche Kräfte bekommen. Ist ein Boss zu schwer, kann der Schwierigkeitsgrad jederzeit verändert oder sogar Hilfe von anderen SpielerInnen angenommen werden.
Trimm-dich-Pfad statt Parkour

Eigentlich ist der Nationalpark ein wunderschöner Ort, um all seine Survival-Fertigkeiten auszupacken, doch leider Fehlanzeige. Fernab der Handlung und den Gebäuden in Castor Woods herrscht bedauerlicherweise tote Hose. Wer hier keinen verlassenen Jeep der Park Ranger findet spielt kurzzeitig einen Walkingsimulator, denn weder unsere Parkour-Fertigkeiten noch ein Greifhaken helfen auf den leeren Blumenwiesen, um schneller vom Fleck zu kommen. Das wird besonders schmerzhaft, wenn wir Nachts im Nirgendwo stehen, denn sobald die Sonnenstrahlen Castor Woods verlassen haben, erwachen richtig finstere Gestalten, von denen wir nur mit viel Geschick entkommen können.

Mit etwas Glück treffen wir vielleicht auf eines der wenigen zufälligen Events, bei dem wir einem von Plünderern festgehaltenen Zivilisten helfen oder zusätzliche Beute an einem bewachten Kistenstapel ergattern können. Hier hätten wir uns sehr gerne neue Ideen gewünscht, die Spielwelt von Dying Light: The Beast noch Abwechslungsreicher zu gestalten. Aber wie wir es von Techland aus der Vergangenheit kennen, kann auch dieses Zombie-Apokalypse wieder durch viele kostenlose Updates wunderbar erweitert werden.










FAKTEN
| Release Termin: | 18. September 2025 |
| USK: | Ab 18 Jahren |
| Genre: | Action-Adventure |
| Spieltyp: | Einzelspieler, 4-Spieler Online-Koop |
| Entwickler: | Techland |
| Publisher: | Techland |
| Erhältlich für: | PC, PlayStation 5, Xbox Series |

Fazit
Dying Light: The Beast
»Dying Light: The Beast« überzeugt mit einer schönen Spielwelt, die leider nur stellenweise zu unserem Helden Kyle Crane passt. Zwar können wir in der Altstadt unsere geliebten Parkour-Fähigkeiten regelmäßig anwenden, leider fühlen sich diese aber nicht mehr so dynamisch an, wie wir es aus den Vorgängern kennen. Während die vorhersehbare Geschichte vor sich hin plätschert dürfen wir aber einen sehr guten Flow aus packenden Kämpfen gegen allerlei Zombievariationen und fette Loot-Orgien erleben. Technisch wirkt »Dying Light: The Beast« etwas veraltet, was sich in unscharfen Texturen und fehlenden Spiegelungen oder Reflexionen äußert. Die wahre Stärke des Zombie-Abenteuers ist allerdings erneut der gelungene Koop-Modus, bei dem bis zu vier SpielerInnen jederzeit miteinander in die Geschichte von »Dying Light: The Beast« einsteigen können. Allerdings wäre hier schön zu sehen, wenn nicht nur dem Host der Kampagnenfortschritt angerechnet werden würde. Das neue Zombie-Abenteuer aus dem Hause Techland sorgt garantiert bei Fans für ca. 20 bis 30 Stunden Schnetzel-Spielspaß, bietet aber aufgrund von zu wenigen Charakterstufen und einem sehr überschaubaren Skilltree für kaum Wiederspielwert. Wir hoffen, auch »Dying Light: The Beast« wird wie seine Vorgänger weiterhin mit vielen neuen kostenlosen Updates ausgeschmückt, sodass wir noch ein weiteres Mal mit unseren Freunden in das lauschige Castor Woods aufbrechen.
Pro
- Guter Flow aus Gemetzel und Plündern
- Jederzeit im 4-Spieler Koop-Modus spielbar
- Nicht lang schnacken, Zombies hacken!
- Stimmige Soundkulisse
- Viele verschiedene Waffen
- Gut gestaltete Spielumgebungen
- Gute deutsche Sprachausgabe
- Drei unterschiedliche Schwierigkeitsgrade
- Unterhaltsame Physikspielereien
- Eigener Loot im Koop-Modus
Contra
- Skilltree bietet keinen Wiederspielwert
- Bosse nicht abwechslungsreich genug
- Klettereinlagen stellenweise hakelig
- Parkour-Fertigkeiten im Umland nutzlos
- Spielmechanik »Kabel verlegen« nutzt sich sehr schnell ab
- Spielfortschritt im Koop nur bei SpielleiterIn
Letzte Worte
- Koop-Gameplay mit Biss!












