Nach 20 Jahren kehren die bösartigen Genma Dämonen zurück in das Reich der Lebenden! Mit Onimusha: Way of the Sword belebt Capcom eine von Fans gefeierte Spielreihe wieder, die in den Jahren 2001 bis 2006 zahlreiche SpielerInnen in ihren Bann zog. Auch wir sind Fans der alten Spiele und schauen uns deshalb den Neuzugang der Reihe besonders genau an.
Wie immer präsentieren wir euch unseren Test so spoilerfrei wie nur möglich, damit ihr selbst das spannende Spielerlebnis in vollen Zügen genießen könnt.
Ein Rückblick in die 2000er Jahre

Der letzte Teil der Onimusha-Spielreihe erschien im Jahr 2006 und nannte sich Onimusha: Dawn of Dreams. In der Hauptspielreihe von Onimusha tauchte sogar der bekannte französische Schauspieler Jean Reno auf, den viele von euch sicherlich aus Filmen wie Léon – Der Profi, Wasabi und Mission: Impossible kennen.

Damals präsentierten sich die einzelnen Abschnitte (Stages) der Spiele eher wie ein Arcade-Abenteuer, in welchem auch Herausforderungen in einem vorgegebenen Zeitfenster keine Seltenheit waren. Die Onimusha-Reihe aus den frühen 2000er Jahren überzeugte mit aufwendigen Zwischensequenzen, die sogar heute noch ganz akzeptabel anzusehen sind, obwohl die 3D-Grafik aus der pixeligen PlayStation-2-Ära stammt. So, Schluss mit dem Retro-Gefasel, kommen wir jetzt zum eigentlichen Star der Show, nämlich Onimusha: Way of the Sword.
Scharfe Klinge trifft auf guten Humor

Einige Fakten vorne weg: Onimusha: Way of the Sword ist kein Souls-like, sondern ein klassisches Action-Adventure mit anspruchsvollen Bosskämpfen. Ebenfalls zu erwähnen ist, dass dieses Spiel kein Remake eines früheren Onimusha-Titels ist, sondern sich als fünfter Teil in die bestehende Spielreihe einordnet, auch wenn in der Zwischenzeit 20 Jahre vergangen sind.
Die Besonderheit von Onimusha: Way of the Sword ist das passiv-aktive Kampfsystem bei dem wir oftmals perfekt reagieren müssen, um den stärksten Waffeneffekt hervorzurufen. Meistern wir diesen Spielstil, ist das nicht nur sehr effektiv, sondern wir werden auch noch mit blitzschnellen automatischen Gegenangriffen samt spektakulärem Finisher belohnt.

Die Geschichte von Onimusha: Way of the Sword handelt vom mürrischen Samurai Miyamoto Musashi, der nach Kyoto reist, um dem Weg des Schwertes zu folgen. Immer auf der Suche nach einem besonders starken Kontrahenten riskiert der junge Schwertkämpfer Kopf und Kragen. Eines Tages führt ihn sein freches Mundwerk und sein Übermut auf direktem Wege in die Hölle, als ihm eine Handvoll herumstreifende Dämonen die Lichter ausknipsen. Kurz vor dem Abgrund zur Hölle wird Musashi von einer unbekannten Person abgefangen, die ihm ein ganz besonderes Geschenk überreicht, welches sein Leben von nun an auf den Kopf stellen wird.

Ein schicker Handschuh der Oni ziert ab jetzt seinen rechten Arm. Dieser wuchtige Armschutz ist kein einfacher Modeschmuck, der Handschuh verschlingt freigesetzte Seelen von Dämonen und Menschen und obendrein kann er auch noch sprechen. So schlüpfen wir unweigerlich in die Rolle eines Onimusha, der von nun an die Aufgabe hat, die Welt von hereinströmenden Genma zu befreien, den Dämonen aus der Hölle. Doch die Gefahren aus der Hölle haben so einige Überraschungen für unseren jungen Samurai parat, an denen selbst die stärksten Waffen der Oni an ihre Grenzen kommen.
Spielelemente von Onimusha: Way of the Sword
In diesem Abschnitt des Tests zeigen wir euch die Kernelemente von Onimusha: Way of the Sword, auf die ihr am häufigsten in eurem Spielerlebnis stoßen werdet. So könnt ihr auf einen Blick feststellen, ob ihr auf Spielmechaniken trefft, die ihr vielleicht nicht so gerne in Spielen vorfinden möchtet:
Kyoto & Umgebung

Das alte Kyoto ist überschaubar, hat aber trotzdem reichlich zu bieten. Neben dem Haupthandlungsstrang, der uns einmal quer durch die Stadt entsendet, warten noch viele weitere Nebenaufgaben auf uns SpielerInnen. Viele dieser optionalen Quests locken mit Ressourcen, mit denen wir unsere Kleidung und Talismane noch weiter verbessern können.
Bosskämpfe überleben

Die anspruchsvollen Bosskämpfe in Onimusha: Way of the Sword sind extrem gut gelungen. Uns haben besonders die Sprüche gefallen, die Musashi den großen Widersachern um die Ohren wirft. Was uns ebenfalls überzeugt hat, sind die unterschiedlichen Mechaniken, die in den Bosskämpfen gefordert werden. Dabei müssen wir manchmal gezielt Schwachstellen attackieren oder uns an einen bestimmten Ort in der Arena begeben, um fatalen Schaden zu verhindern.
Fähigkeiten erlernen

Gleich zwei umfangreiche Skilltrees warten auf euch! Einer schaltet neue Grundfähigkeiten frei, der andere bringt neue Spezialfähigkeiten mit. Je nach Bedarf oder Spielweise können so spezifische Eigenschaften verbessert und verstärkt werden. Um alle Fähigkeiten dieser Skilltrees auszubauen, ist mehr als ein normaler Spieldurchlauf nötig.
Ausrüstung verbessern

Um die Ausrüstung von Musashi aufwerten zu können, benötigen wir unzählige rote Seelen und Materialien. Die Seelen erhalten wir von den Genma-Dämonen, die Kyoto und das Umland unsicher machen. Die seltenen Metalle und Stoffe gibt allerdings nur aus den versteckten Kisten und den Quest-Belohnungen. Auch der Hozuki-Beutel, mit dem wir im Kampf Musashis Lebensenergie wiederherstellen, kann unter bestimmten Bedingungen weiter verstärkt werden.
Bosse wie aus einem Souls-like

Vorsicht Frustgefahr! Zum Spielende nimmt der Schwierigkeitsgrad von Onimusha: Way of the Sword enorm zu. Sogar die zufälligen Gegnergruppen in den Gebieten bestehen zu diesem Zeitpunkt aus deutlich stärkeren Widersachern als noch zuvor. Ebenso gefährlich sind die zähen Bosse mit ihren verrückten Spezialangriffen, die deutlich weniger Fehler verzeihen. Wer zu diesem Zeitpunkt die perfekten Abwehrhaltungen und Gegenangriffe nicht gemeistert hat, wird sich schwer tun.
Schön ist, dass der Schwierigkeitsgrad von Onimusha: Way of the Sword jederzeit herabgestuft werden kann. Es ist sogar möglich sich die im Kampf geforderten Tasten anzeigen zu lassen, um ein besseres Gefühl für die blitzschnellen Schwertkämpfe zu bekommen.
Du schon wieder!?

Was uns allerdings nicht so gut gefallen hat, dass sich die anspruchsvollen Elitegegner und sogar einige Bosskämpfe im letzten Viertel des Spiels gleich mehrmals wiederholen. Hierbei hätten wir uns gerne noch etwas mehr Abwechslung aus der kreativen Genma-Hölle gewünscht. Nichtsdestotrotz ist Onimusha: Way of the Sword ein absolut gelungener Wiedereinstieg in die beliebte Spielreihe, und wir hoffen darauf, schon bald erneut den Handschuh der Oni tragen zu dürfen.










FAKTEN
| Release Termin: | 4. September 2026 |
| USK: | Ab 18 Jahren |
| Genre: | Action-Adventure |
| Spieltyp: | Einzelspieler |
| Entwickler: | Capcom |
| Publisher: | Capcom |
| Erhältlich für: | PC, PlayStation 5, Xbox Series |

Fazit
Onimusha: Way of the Sword
Wir freuen uns sehr, dass es nach 20 Jahren endlich mit der Geschichte über den legendären Handschuh der Oni weitergeht. Mit dem mürrischen Schwertkämpfer Miyamoto Musashi ist Capcom ein sehr guter Hauptcharakter gelungen, der mit frechen Sprüchen immer das letzte Wort sucht und so für den einen oder anderen Lacher sorgt. Ein besonderes Augenmerk ist das tolle Kampfsystem, welches mit reaktionsfreudigen Ausweichmanövern und blitzschnellen Gegenangriffen mächtig was hermacht und seine Vorgänger in den Schatten stellt. Trotz der großen Freude an »Onimusha: Way of the Sword« gibt es doch noch ein wenig Kritik an den sich wiederholenden Gegnern und Bossen. Hier wäre noch etwas mehr Vielfalt wünschenswert. Je nach Spielstil bietet »Onimusha: Way of the Sword« rund 20-30 Stunden anspruchsvollen Action-Adventure-Spielspaß mit aufregenden Bosskämpfen und unterhaltsamen optionalen Aufgaben. Wir hoffen, es dauert nicht erneut 20 Jahre, bis wir die Macht des Oni-Handschuhs in einem neuen Abenteuer auskosten dürfen.
Pro
- Sehr belohnendes passiv-aktives Kampfsystem
- Spektakuläre Bosse und Elitegegner
- Viele umfangreiche Haupt- und Nebenquests
- Freischaltbare Outfits
- Mehrere Schwierigkeitsgrade
- Umgebungsobjekte können im Kampf eingesetzt werden
- Sehr gelungener Humor
- Gutes Gegnerdesign mit angreifbaren Schwachstellen
- Belohnende Boss-Herausforderungen
Contra
- Bosse wiederholen sich
- Kaum Abwechslung in den Gegnergruppen
- Spielende wirkt wie ein Bossrush-Modus
Letzte Worte
- Das actionreichste Onimusha aller Zeiten.











