Helldivers 2, die Fortsetzung des beliebten Koop-Shooters ist endlich da. Wir haben uns auf der PlayStation 5 direkt zum Start in das interplanetare Chaos geworfen, unseren Helldiver hochgelevelt und den gefräßigen Käferhorden das Chitin weggepustet. Was der neue Third-Person-Shooter und kooperative PvE-Extraction-Shooter so auf dem Kasten hat, verraten wir euch in diesem ausführlichen Testbericht.
Schwerpunkt Koop-Modus

Helldivers 2 wurde von Arrowhead Game Studios kreiert, einem schwedischen Entwicklerstudio mit Sitz in Stockholm. Sie wurden bekannt durch kleine, aber sehr erfolgreiche Spiele wie Magicka und Gauntlet. Das Studio mit seinem Schwerpunkt auf kooperativem Gameplay wurde 2008 gegründet. 2015 erschien der erste Helldivers-Teil für PlayStation 3, PlayStation 4, Xbox 360, PC und PlayStation Vita.
Starship Troopers lässt grüßen

Eine vollständige Geschichte gibt es in Helldivers 2 leider nicht. Das kurze Intro des Spiels zeigt uns ein Rekrutierungsvideo der Helldiver, eine Friedenstruppe, die mit allen Mittel die Invasion der Bugs zurückdrängt.
Ein Massaker wie aus dem Film Starship Troopers und mit einer ordentlichen Prise schwarzem Humor geht es an die Front auf die unterschiedlichen Planten des Sonnensystems. Doch wie sich herausstellt, ist der Kampf nahezu endlos, denn der Gegner ist uns zahlenmäßig haushoch überlegen und wir sind nur namenloses Käferfutter für unsere Widersacher.
»Bis an die Zähne bewaffnet, geht es via Landekapsel auf die Planetenoberfläche des jeweiligen Einsatzgebietes.«
Wir befinden uns zum Spielstart jeder Runde auf unserem großen Raumschiff, einem Zerstörer. Dort stationiert planen wir auf einer Sternenkarte unsere gezielten Angriffe mit bis zu drei weiteren Spieler*innen. Bis an die Zähne bewaffnet, geht es via Landekapsel auf die Planetenoberfläche des jeweiligen Einsatzgebietes.
Mit Gewehren, Handfeuerwaffen und Granaten zerstören wir die endlos wirkenden Angriffswellen der heranstürmenden Bugs und deren gut beschützte Brutstätten.

Weitere Unterstützung gibt es auf Knopfdruck mithilfe von Eingabekombinationen wie links, links, rechts, rechts, oben, unten, auf dem Steuerkreuz unseres Controllers, denn so lassen sich Luftangriffe und zusätzliche Ausrüstungsgegenstände von unserem Zerstörer direkt zu unserer Position anfordern.
Ziel einer jeden Mission ist es, alle Einsatzziele auf dem Planeten erfolgreich zu erfüllen, Proben zu sammeln und an einem Stück wieder zu evakuieren. Mit den Proben und den gesammelten Erfahrungspunkten aus den Missionen bauen wir unseren Zerstörer immer weiter aus. Mit denen Upgrades erhalten wir neue Waffen und immer mächtigere Unterstützungsangriffe, die mit einem Schlag ganze Stützpunkte dem Erdboden gleich machen können.
Vorsicht Teambeschuss

In diesem actionreichen und humorvollen Third-Person-Extraction-Shooter fliegen uns im wahrsten Sinne des Wortes die Fetzen um die Ohren! Immer wieder stürzen wir uns in packende Schlachten gegen Hunderte von Bugs und Robotern, die jeweils ihre eigenen Schwachstellen und besonderen Eigenschaften mit sich bringen.
Hin und wieder sind wir aber selbst unser größter Feind, denn in diesem chaotischen Spiel ist der Teambeschuss standardmäßig angeschaltet. Wer also gerade einen mächtigen Luftschlag in der Nähe der Gruppe anfordert oder einen Geschützturm hinter sich platziert, muss sich nicht wundern, wenn es gleich ein paar Extraleben weniger auf dem Konto gibt.

Sind alle Leben verbraucht, ist eine Mission gescheitert, allerdings erhalten wir im Laufe einer Mission weitere Extraleben, da diese immer wieder neu generiert werden. Die verschiedenen Planeten haben unterschiedliche Wetterbedingungen, Sichtverhältnisse und zehren an der Sprintausdauer unseres Spielcharakters. Gelingt es uns allerdings eine Extraktion erfolgreich abzuschließen, ist das immer ein sehr belohnendes Ergebnis.

In der Gruppe sind wir stark, aber stürzen wir uns alleine oder nur zu zweit in die Schlacht, kann das schon mal sehr anspruchsvoll werden, denn die Gegner greifen immer gleich in großen Gruppen an und einige dieser Fieslinge sind richtig harte Brocken. Es empfiehlt sich also immer das Team aus vier Spieler*innen komplett aufzufüllen.
Da die Aufgaben im Spiel sehr intuitiv funktionieren, spielt sich Helldivers 2 auch mit zufälligen Teamkolleg*innen sehr gut und das sogar im plattformübergreifenden Spielmodus zwischen Konsolen- und PC-Spielern. Unsere Freundesliste auf der PlayStation ist seit Helldivers 2 um einige Einträge voller geworden.
FAKTEN
| Release Termin: | 8. Februar 2024 |
| USK: | Ab 16 Jahren |
| Genre: | Third-Person-Shooter |
| Spieltyp: | Einzelspieler 4 Spieler-Koop |
| Entwickler: | Arrowhead Game Studios |
| Publisher: | Sony Interactive Entertainment |
| Erhältlich für: | PlayStation 5 PC |

Fazit
Helldivers 2
Nach einem chaotischen Release voller Bugs und Serverproblemen ist »Helldivers 2« nun endlich problemlos spielbar. Der Koop-Shooter hat sich im Vergleich zu seinem Vorgänger sehr gut weiterentwickelt. Dank der neuen Third-Person-Kamera gelingt es den Entwickler*innen von Arrowhead Game Studios jetzt viel besser die packende Action des Spiels einzufangen, als noch im ersten Teil, in dem die Spielfigur nur aus der Draufsicht gesteuert wurde. Trotz der sich sehr oft wiederholenden Aufgaben im Spiel sorgen die vielen Schwierigkeitsgrade, freischaltbaren Ausrüstungsgegenstände und die jeweilige Gruppendynamik für jede Menge Abwechslung im Kampf gegen die Invasion der Über-Erde. »Helldivers 2« hat das Potential zu einem sehr beliebten 4 Spieler Koop-Spiel zu werden, bei dem man auch nach Monaten gerne wieder vorbeischaut, um den Käfern den Garaus zumachen.
Pro
- Stimmiges Szenario, welches an »Starship Troopers« und »Terminator« erinnert
- Sehr guter 4 Spieler Koop-Modus
- Große Auswahl an verschiedenen Waffen und Rüstungen
- Belohnungen für tägliche und wöchentliche Aufgaben
- Gegnerdesign mit Schwachstellen-System
- Zerstörbare Umgebungen
- Unterhaltsames Kombo-Befehls-System
- Abwechslungsreiche Planeten (Biome)
- Guter Humor
- Tag- und Nachtmissionen
- 9 Schwierigkeitsgrade
- Echtgeldwährung kann in kleinen Mengen im Spiel gefunden werden
Contra
- Missionen alleine kaum zu bewältigen
- Aufgaben wiederholen sich schnell
- Gegenstände für Echtgeld leider nicht nur kosmetisch
Letzte Worte
- Dieses Koop-Abenteuer darf in keiner Spielebibliothek fehlen.













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