Das neue Mario & Luigi: Brothership ist da und auch wir haben selbstverständlich wieder einen ausführlichen Test zu diesem wunderschönen Klempnerabenteuer für euch parat. Die Spielereihe Mario & Luigi aus dem Hause Nintendo fand ihren Ursprung damals auf dem Game Boy Advance. Vor sechs Jahren erschien mit Mario & Luigi: Superstar Saga + Bowsers Schergen das letzte Abenteuer der beiden Helden aus dem Pilzkönigreich für den Nintendo 3DS. Jetzt gibt es endlich einen Nachfolger: Mario & Luigi: Brothership.
Mit Mario & Luigi: Brothership zieht es die beiden nun in das völlig fremde Land namens Konektania, dem im wahrsten Sinne des Wortes der Saft ausgegangen ist. Was ihr in Mario & Luigi: Brothership erwarten dürft und wie sich das dynamische Duo in den rundenbasierten Kämpfen schlägt, verraten wir euch jetzt.
Watt ist denn hier los?

Wie durch ein Wunder werden die beiden Klemptner durch einen magischen Wirbelsturm aus dem Pilzkönigreich gerissen und in das noch unbekannte Land Konektania verschleppt. Dieser ferne Kontinent ist in mehrere kleine Inseln zerfallen, nachdem der große und zentrale Baum Konektarbor seine Lebensgeister verloren hat. Kaum angekommen, treffen unsere beiden Helden auf die heranwachsende Hüterin Conetta, die sich um den neuen Konektarborbaum kümmert, der zugleich das Segel ihres großen Schiffes Kapitarbora darstellt.

Mit an ihrer Seite ist das kleine Begleiterschweinchen Wattz, welches nicht als Schweinchen bezeichnet werden möchte, auch wenn es ganz klar danach aussieht. Sie bitten Mario und Luigi um ihre Hilfe das zerklüftete Konektania wieder herzustellen und im Gegenzug helfen sie den beiden bei der Rückkehr ins Pilzkönigreich. Wer oder was steckt hinter dem geheimnisvollen Baumsterben und warum hat der Baum nicht mehr die Kraft das Bindeglied zwischen den Inseln zu sein – auf geht es ins Inselabenteuer!
Widerstand ist zwecklos

In Mario & Luigi: Brothership übernehmen wir hauptsächlich die Steuerung von Mario, der zusammen mit Luigi die Welt von Konektania erkundet. Mit dem Schiff Kapitarbora steuern wir durch die Meeresströmungen und machen an jeder Insel Halt, die wir in unserem Fernglas erspähen können. Wir helfen Inselbewohnern bei ihren Aufgaben, erfüllen Bestleistungen in kleinen Minispielen und sorgen dafür, dass der große Baum Konektarbor wieder zu Kräften kommt um Konektania wieder zu vereinen.
Doch zwischen den friedlichen Spielchen und den kleinen Suchaufgaben der Inselbewohner lauern gemeine Widersacher darauf uns eins auszuwischen, denn was wäre schon ein Rollenspiel ohne packende Kämpfe? Die rundenbasierten Gefechte beginnen bereits auf der Oberwelt, wo wir vorab mit einer geschickten Attacke, wie einem Sprung oder Schlag mit dem Hammer, den folgenden Kampf zu unserem Vorteil starten können.

Alle Manöver die wir mit Mario tätigen sind an die Taste »A« gebunden und die Aktionen des grün gekleideten Luigi an die Taste »B«. Da die beiden Klempner immer im Team angreifen, sieht ein Angriff mit Mario wie folgt aus: Mario Sprungattacke »A«, Luigi unterstützt in der Luft »B« und die perfekte Landung von Mario auf dem Gegner verlangt nochmals die Taste »A«. Das Kombinieren und Ausführen dieser Attacken ist zu Spielbeginn noch etwas verwirrend, geht aber schon nach wenigen Kämpfen ganz einfach von der Hand.
Das erwartet dich in Mario & Luigi: Brothership
In diesem Abschnitt des Tests zeigen wir euch die Kernelemente von Mario & Luigi: Brothership, auf die ihr am häufigsten in eurem Spielerlebnis stoßen werdet. So könnt ihr auf einen Blick feststellen, ob ihr auf Spielmechaniken trefft, die ihr vielleicht nicht so gerne in Spielen vorfinden möchtet:
RUNDENBASIERTE KÄMPFE

Die rundenbasierten Kämpfe funktionieren einwandfrei und ähneln denen von Paper Mario. Dank dem aktiven Angriffs- und Abwehrsystem, bei dem wir jeweils die Taste »A« für Mario und die Taste »B« für Luigi drücken sollen, werden die Kämpfe nicht so schnell langweilig. So müssen wir in der Angriffsphase unsere Attacken exzellent kombinieren und in der Verteidigung zum richtigen Zeitpunkt ausweichen.
MARIO & LUIGI AUSRÜSTEN

Typisch für ein Rollenspiel sind die vielen Ausrüstungsgegenstände. Durch das Anlegen neuer Hämmer, Stiefel, Hosen und Accessoires werden wir immer stärker. Einige Gegenstände verbessern vorübergehend auch die Attribute von Mario und Luigi oder bringen besondere Boni mit, wie zum Beispiel das Erhalten von mehr Beute nach dem Kampf.
BRÜDERFERTIGKEITEN NUTZEN

An einigen Stellen im Spiel (diese sind oftmals farblich hervorgehoben) geht es nur weiter, wenn wir die passenden Brüderfertigkeiten anwenden. Dabei dürfen sich die beiden Helden in ein wackeliges UFO, oder wie aus Metroid bekannt, in eine Kugel verwandeln. So gelingt es ihnen über Abgründe zu fliegen oder durch runde Öffnungen zu kullern.
STRÖMUNGEN FREISCHALTEN

Das Meer steckt voller Geheimnisse. Je weiter die Handlung voranschreitet, desto mehr Strömungen werden freigegeben. Diese Meeresströmungen lassen das Schiff mit dem Namen Kapitarbora in großen Kreisen durch die Meere segeln. Halten wir regelmäßig von der Bordkanone aus Ausschau, gibt es immer wieder Neuland und ulkige Riffe zu entdecken.
Luigi ferngesteuert

Uns würde zwar ein echter Koop-Partner, der uns als Luigi begleiten kann, deutlich besser gefallen, aber unser grüner KI gesteuerter Freund stellt sich trotzdem ganz gut an. In den Mario & Luigi Rollenspielen ist es leider typisch das wir die Abenteuer nur im Einzelspielermodus erleben. Das mag vielleicht an der Handheld-Vergangenheit liegen doch mit der Nintendo Switch und ihren Joy-Con-Controllern wäre der Spielbeitritt so schön einfach gewesen. Nichtsdestotrotz ist Mario & Luigi: Brothership ein wunderschönes Spiel, welches leider nur etwas träge in Fahrt kommt.
FAKTEN
| Release Termin: | 7. November 2024 |
| USK: | Ab 6 Jahren |
| Genre: | Rollenspiel |
| Spieltyp: | Einzelspieler |
| Entwickler: | Acquire |
| Publisher: | Nintendo |
| Erhältlich für: | Switch |

Fazit
Mario & Luigi: Brothership
»Mario & Luigi: Brothership« präsentiert sich optisch wunderschön und spielt wortgewandt mit dem Thema Strom, was hier und da für lustige Wortspiele sorgt. Die rundenbasierten Kämpfe sind gut durchdacht, schwächeln aber etwas durch wenig Abwechslung in der Gegneraufstellung und deren Vielfalt. Die Spezialattacken von Mario und Luigi hingegen zünden ein regelrechtes Feuerwerk und lockern so die eher statischen Kämpfe deutlich auf. Die vielen kleinen Minispiele sind unterhaltsam, können aber teilweise leider nur einmal gespielt werden. Die Geschichte um den Weltenbaum Konektarbor und die plötzlich auftauchenden Bösewichte kommt leider so gut wie gar nicht in Fahrt und hin und wieder fragen wir uns sogar erneut, wie und warum Mario und Luigi in diese Welt hineingezogen wurden. Apropos Fahrt: Die Meeresströmungen, in denen das Schiff samt erkundeter Inseln im Schlepptau segelt, ist eine sehr schöne Idee und die tolle Wasseranimation in diesem Zusammenhang ein echter Hingucker. Nichtsdestotrotz bleibt »Mario & Luigi: Brothership« leider weit hinter den neuen Paper-Mario-Spielen, welche vor Feinschliff, wunderschönen Sprechblasentexten und spannender Handlung nur so strotzen.
Pro
- Wunderschöner Grafikstil
- Reaktionsfreudiges A- und B-Kampfsystem
- Witzige Minispiele
- Sehr guter Soundtrack
- Wechselbare Ausrüstungsgegenstände
- Optionale Nebenaufgaben
- Luigi fernsteuern funktioniert gut
- Kleine Rätselaufgaben
- Coole Animationen der Spezialattacken
- Gute Bosskämpfe
- Fantastische Wasseranimation
- Viele versteckte Sammelobjekte
Contra
- Spiel nimmt erst nach knapp 3 Stunden an Fahrt auf
- Die Geschichte plätschert vor sich hin
- Performance-Einbrüche
- Kämpfe könnten abwechslungsreicher sein
- Keine Spieloptionen außer Vibration an- und abschaltbar
Letzte Worte
- Mario & Luigi: Brothership ist wunderschön, es fehlt aber an Spannung.












