Planet of Lana vom schwedischen Entwickler Wishfully spielt sich mit seinem bezaubernden Grafikstil in die Herzen der Spieler:innen, aber was steckt wirklich hinter dem wunderschönen Indie-Puzzle-Jump ’n’ Run? Zum Release von Planet of Lana war das Spiel direkt im Xbox Game Pass enthalten, also schnell die ca. 10 Gigabyte heruntergeladen und auf in das grafisch fantastisch aufbereitete Abenteuer.
Allein, allein…

Kaum gehen wir die ersten Schritte mit der Hauptfigur Lana über ihren Heimatplaneten, fällt uns nach einem bekannten gallischem Sprichwort buchstäblich der Himmel auf den Kopf. Wie ein Schwarm aus Meteoriten fallen Kapseln einer fremden Rasse auf die Planetenoberfläche und hinterlassen ein gestreiftes Muster am Firmament. Eine Invasion! Gigantische Roboter ziehen im Hintergrund über das Land. Als wäre das für Lana nicht beängstigend genug, schnappt sich einer der fremdartigen mechanischen Läufer unsere Schwester Ilo, sperrt sie in seinen Käfig und fliegt davon. Krieg der Welten lässt grüßen.
Als wir in unser Heimatdorf zurückkehren, sind alle Bewohner verschwunden und statt Friede, Freude, Eierkuchen dominieren große dunkle Rauchwolken das Gesamtbild. Was ist hier geschehen, wer sind diese bösen außerirdischen Kidnapper und werden wir unsere Schwester Ilo jemals wieder sehen?
Neue beste Freunde

In den nächsten 5-10 Minuten des Spiels meistern wir die ersten Sprungpassagen in denen wir stetig von Links nach Rechts über Stock und Stein marschieren. Die Steuerung von Lana funktioniert nahezu intuitiv und die Bewegungen unseres Charakters fügen sich gut in die Landschaft ein. In einem Käfig aus fremder Alientechnologie, verbunden mit einer Solarzelle und einem Schalter, sitzt eine kleine schwarze Kreatur. Als wir das niedliche katzenartige Wesen befreien, stellt es sich als Mui vor und schließt sich unserer Mission an.
Ab hier folgen einige Schieberätsel, knifflige Sprünge und das erste Kennenlernen mit der außerirdischen Rasse, die uns leider überhaupt nicht friedlich gesinnt ist. Völlig wehrlos müssen wir mit Ablenkungsmanövern und gut abgepassten Sprüngen und Versteckspielen die roboterartigen Gegner umgehen. Aber wir sind nicht allein, denn dank Muis Hilfe (ferngesteuert durch uns) lassen sich die Gegner ablenken, Kabel durchbeißen, Seile zu uns herunter schubsen und Schalter betätigen. Sobald wir entdeckt werden, werden wir mit einem Stromschlag lahm gelegt und starten am nächsten Checkpoint erneut. Die Kontrollpunkte sind fair platziert und ersparen größtenteils das Wiederholen schwieriger Passagen.
Lana auf Stealth-Mission

Leider wiederholen sich die relativ einfach gestalteten Versteck-, Schiebe- und Sprungpassagen sehr häufig in der sehr kurzen Spielzeit von nur 4-6 Stunden. Auch an den wenigen Gegnertypen und verbleibenden NPCs hat man sich schnell satt gesehen. Einzig und allein das süße Katzenwesen Mui und die tolle Atmosphäre des Puzzle-Jump ’n’ Run unterhalten uns bis zum Ende des Spiels. Aktuell würde ich es im Xbox Game Pass empfehlen oder wenn es in einem Sale etwas günstiger zu haben ist.
Release Termin:
14. Februar 2022
USK:
Ab 6
Genre:
Jump ’n’ Run, Puzzle
Spieltyp:
Einzelspieler
Entwickler:
Wishfully
Publisher:
Thunderful Publishing
Erhältlich für:
PC
Xbox One
Xbox Series
Fazit
Planet of Lana
Das Jump ’n’ Run »Planet of Lana« ist ein wunderschön gestaltetes Abenteuer, welches für meinen Geschmack aber leider etwas zu kurz geraten ist. Die Stealth-Spielmechanik fühlt sich gut an, ist aber mitsamt den einfach gehaltenen und immer wiederkehrenden Rätselmechaniken etwas monoton. Es gibt leider nur zwei etwas aufwändigere Rätsel im Spiel, diese zeigen aber deutlich, das noch viel mehr möglich gewesen wäre. »Planet of Lana« verzaubert mit seinem ersten Eindruck, liefert diese Stimmung aber nicht bis zum Ende. Trotz meiner doch eher harten Kritik hatte ich viel Spaß mit diesem etwas anderen Jump ’n’ Run. Wer sich so wie ich vom bezaubernden Art-Style durch das Spiel tragen lässt, kann ohne Zweifel zuschlagen.
Pro
- Wunderschöne Spielwelt
- Süßer Tierbegleiter
- Interaktionen mit Begleiter funktionieren sehr gut
- Gut durchdachte Rätsel
- Unterhaltsame Physikspielereien
- Versteckte Tafeln sorgen eventuell für einen weiteren Spieldurchlauf
- Einfache aber dennoch rätselhafte Geschichte
- Stimmungsvoller Soundtrack
Contra
- Hin und wieder grell weiße Ladebildschirme
- Fantasiesprache ein wenig monoton
- sehr kurz
- Spielmechaniken wiederholen sich sehr oft
Letzte Worte
- Wunderschöne Spielwelt mit guten Puzzle-Elementen und stimmigen Physikspielereien.













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