Heute zeigen wir euch, was wir in der eigenständigen Erweiterung von Kingdom Eighties auf der Nintendo Switch erlebt haben. Falls ihr die wunderschönen Strategiespiele der Kingdom-Spielreihe noch nicht kennt, dann schaut doch gleich noch in unseren Test zu Kingdom Two Crowns, in dem wir noch etwas mehr zur eigentlichen Spielmechanik ausholen.
Wunderschöne Pixelwelt

Wie in unserem gamescom Bericht zu Kingdom Eighties durften wir vorab einen Blick auf das Mikrostrategiespiel von Fury Studios werfen. Jetzt haben wir endlich die Zeit gefunden, uns gemütlich mit unserer Switch auf dem heimischen Sofa in eine Decke einzumummeln, um die wunderschöne 80er-Jahre Pixelspielwelt ganz in Ruhe auszukundschaften.
Volle Packung Retroaction

Ein kurzes Intro in Anlehnung an alte Anime erzählt uns die Geschichte einer Gruppe smarter Teenager, die gerade Ferien in Camp Kingdom machen und in der Nacht plötzlich von einem seltsamen Monster angegriffen werden. Schnell zückt einer der Jungs seine Steinschleuder und trifft das Monster voll auf die Zwölf. Die Gruppe beschließt schnellstmöglich zurück in die Stadt zu gelangen, um an der nächsten Telefonzelle Kontakt mit ihren Eltern aufzunehmen.
»Ziel ist es nun, mit der stetig wachsenden Heldengruppe eine Verteidigungslinie links und rechts von unserer Basis zu errichten und diese dann nach und nach weiter auszubauen.«
Kurzerhand versetzt uns das Spiel in die für Kingdom-Spiele typische zweidimensionale Ansicht am Flussufer und übergibt uns die Kontrolle der Spielfigur. Mit den ersten wenigen Münzen in unserem Geldbeutel errichten wir unser Lager. Das Missionsziel von Kapitel zu Kapitel lautet nun, mit unserer stetig wachsenden Heldengruppe eine Verteidigungslinie links und rechts von unserer Basis zu errichten und diese dann nach und nach weiter auszubauen.
Doch aufgepasst, denn typisch für die Kingdom-Spiele sind die nächtlichen Angriffe der Monster, die uns auch gerne mal überrennen und unsere Helferlein ihrer Werkzeuge berauben.

Apropos Werkzeuge: Oben in der rechten Bildschirmecke ist unser Vermögen in Form eines kleinen Geldsacks abgebildet. In diesem befinden sich zum Spielstart einige Münzen, mit denen wir herumstehende Arbeiter rekrutieren, in diesem Fall gelangweilte Kids im Sandkasten. Statt viele verschiedene Ressourcen zu verwalten, erhalten wir immer nur Goldmünzen von unseren Untertanen.
Es lassen sich allerdings nur so viele Münzen mit sich tragen, bis der Geldbeutel randvoll ist. Jede weitere Münze fällt uns aus der Tasche und plumpst in den stetig fließenden Fluss vor unserer wachsenden Basis.
Eine Spielwelt voller Easter Eggs

Die Geschichte über die tapferen Teenager und die Rückeroberung ihrer überrannten Heimatstadt spielt über mehrere Kapitel und erinnert ein wenig an Stranger Things. Wir treffen immer wieder auf gelungene Film- und Fernsehanspielungen der 80er- und 90er-Jahre, wie zum Beispiel einen Truck in einer Garage, der aussieht wie Optimus Prime – oder ein schwarzes Auto mit einer roten Lichtleiste an der Vorderseite der Motorhaube – erratet ihr, welches legendäre Serienfahrzeug damit gemeint ist?
Es gibt echt viel zu entdecken in der Spielwelt von Kingdom Eighties und die verschiedenen Reittiere dürfen natürlich auch wieder nicht fehlen. Einige dieser fahrbaren Untersätze bringen sogar nützliche Kampffähigkeiten mit sich, was wir hier aber nicht verraten wollen. Happy gaming!
FAKTEN
| Release Termin: | 16. Oktober 2023 |
| USK: | Ab 6 Jahren |
| Genre: | Strategie |
| Spieltyp: | Einzelspieler |
| Entwickler: | Fury Studios |
| Publisher: | Raw Fury |
| Erhältlich für: | PC PlayStation 5 Switch Xbox Series |

Fazit
Kingdom Eighties
Die alleinstehende Erweiterung »Kingdom Eighties« eignet sich sowohl für Neueinsteiger*innen als auch für erfahrene Kingdom-Spieler*innen. Allerdings ist es für Veteranen einfacher die vielen Easter Eggs zu entdecken. Da es leider keine neuen Gameplayelemente gibt, ist diese Erweiterung sehr kompakt. Ich hätte mir gewünscht, dass sich die Qualität der sehr schönen Introsequenz durch das ganze Spiel ziehen würde, doch die Zwischensequenzen sind leider etwas zu einfach geraten und nehmen eher Atmosphäre aus dem Spiel als sie stilistisch zu unterstützen. Nichtsdestotrotz bietet »Kingdom Eighties« eine wunderschöne Pixelart-Grafik, die ihresgleichen sucht. Besonders gut gelungen ist das Parallax Scrolling, denn die Hintergründe lassen trotz zweidimensionaler Darstellung eine atmosphärische Kleinstadt samt Umland entstehen. Wer »Kingdom Eighties« im Sale für unter 10 Euro ergattern kann, sollte sich dieses kurze Abenteuer nicht entgehen lassen.
Pro
- Sehr intuitives Gameplay
- Gewohnt gute Mikrostrategie
- Pixelart zum verlieben
- Tolle Introsequenz
- Tag-Nacht-Zyklus
- Stimmungsvoller Soundtrack
- Überlebensmodus freischaltbar
- Viele freischaltbare Reittiere
- Witzige Easter Eggs
Contra
- Sehr kurze Geschichte
- Kleine Spielfiguren manchmal schwer zu erkennen
- Zwischensequenzen leider sehr einfach gehalten
Letzte Worte
- Wunderschöner unterhaltsamer Grafikstil, aber leider sehr kurz.












